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GUT: Geplanter Verwaltungsneubau in Tönisvorst soll Bürgerhaus werden

Forderungskatalog der Gemeinschaft Unabhängiger Tönisvorster (GUT) : Geplanter Verwaltungsneubau soll Bürgerhaus werden

Die Gemeinschaft Unabhängiger Tönisvorster hat einen Forderungskatalog erarbeitet, der auch auf Gesprächen und Anregungen von Bürgern beruht. Der Verwaltungsneubau soll ein „Plus-Energie-Gebäude“ werden.

Für den geplanten Verwaltungsneubau in Tönisvorst gibt es bislang noch keinen Standort, aber unabhängig davon soll das Gebäude nicht nur vom Betriebsenergiebedarf her neutral, sondern ein „Plus-Energie-Gebäude“ sein. Das fordert die Gemeinschaft Unabhängiger Tönisvorster (GUT). Dazu soll auf alle dafür erforderlichen zeitgemäßen Maßnahmen zurückgegriffen werden, wie Fassadenbegrünung, Photovoltaikanlagen, Erdwärme und ähnliches, „die in höchstmöglichen Maßen sinnvoll kombiniert werden sollten“, so die GUT.

Vorstandssprecherin Edith Furtmann erläutert: „Als erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die den Klimanotstand erklärt hat, ist es eine Pflicht mit einem solchen Gebäude, als gutes Beispiel voran zu gehen.“ Dazu gehöre auch eine flexible Nutzung für Vereine: Durch eine offene und flexible Bauweise soll die Möglichkeit gegeben sein, nicht benötigte Etagen oder Gebäudeflügel zu vermieten oder zu verpachten, so die Idee der GUT. Außerdem sollte im Erdgeschoss ein großer Veranstaltungsraum eingebaut sein, der sowohl der Verwaltungsarbeit und Politik zur Verfügung steht als auch als Versammlungsraum für Vereine und Verbände aus Tönisvorst genutzt werden könnte.

Nach Möglichkeit sollte es in diesem Rahmen auch wieder die Option für Abendveranstaltungen oder Ausstellungen geben. Das Verwaltungsgebäude soll dadurch, abgesehen von seiner Funktion als Zweckbau, eher den Charakter eines Bürgerhauses bekommen, wünscht sich die GUT.

Die Anforderungen für den geplanten Verwaltungsneubau sind Teil eines Forderungskatalogs, den die GUT erarbeitet hat und der auf Zielen aus dem Wahlprogramm und auf zahlreichen Gesprächen und Anregungen von Bürgern beruht, wie die Wählergemeinschaft informiert. Unter den insgesamt elf Punkten geht es neben dem Verwaltungsneubau unter anderem um die Themenbereiche Mobilität, Stadtplanung- und Entwicklung, sowie Umwelt und Natur.

Hierzu finden nach Angaben der GUT bereits Vorgespräche mit der Stadtverwaltung und anderen Akteuren statt, „um mögliche Forderungen und Vorschläge sinnvoll abgestimmt zur öffentlichen Diskussion zu stellen“. Anschließend komme die Stadtratsfraktion der GUT zu Gesprächen mit Kämmerin Nicole Waßen zusammen.

Sehr intensiv habe der GUT-Vorstand zudem über das Thema der Verbesserung von Barrierefreiheit im Innenstadtbereich von St. Tönis diskutiert. Hier sollen demnach nicht nur bauliche Maßnahmen angeregt werden, um die Bewegungsfreiheit und Sicherheit für körperbehinderte und in der Mobilität eingeschränkte Menschen zu erhöhen. Die Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister sollen in die Umsetzung der Planungen einbezogen werden, fordert die GUT.

(emy)