Tönisvorst: Gemeinsames Lernen an Vorster Grundschule

Tönisvorst: Gemeinsames Lernen an Vorster Grundschule

Eine Schule des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Förderbedarf soll die städtische Gemeinschaftsgrundschule Amselweg in Vorst ab dem nächsten Schuljahr werden. Diesem Vorschlag der Schulaufsicht stimmten die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses mehrheitlich zu. Viel ändern wird sich damit für die Schule vermutlich zunächst nicht. Wie Thomas Mohr, Schulaufsichtsbeamter für Grundschulen, den Politikern mitteilte, gibt es bereits eine Sonderpädagogin im Kollegium, die an der Vorster Grundschule zwölf Stunden in der Woche mit unterrichtet. "Zwar hat die Schule offiziell keine Kinder aufgenommen, die einen Förderbedarf haben, aber die Sonderpädagogin unterstützt Kinder, die im sprachlichen oder im sozial-emotionalen Bereich Defizite aufweisen." Auf die Frage, ob die Schule Amselweg baulich verändert werden müsse, um behindertengereicht zu sein, antwortete Mohr, die Schule bekomme die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und sozial-emotionale Förderung, was einen Umbau nicht erforderlich mache. "Kinder mit anderen Bedarfen werden an anderen Grundschulen in Tönisvorst unterrichtet, die darauf eingestellt sind und die bessere Voraussetzungen haben", so Mohr.

Das Ziel sei, in jedem Stadtteil des Kreises Viersen mindestens eine Grundschule für das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern anzubieten. Vorst sei der einzige Stadtteil im gesamten Kreisgebiet, in dem es dieses Angebot bisher nicht gebe. Die von der neuen stellvertretenden Schulleiterin Andrea Hendricks geäußerte Sorge des Kollegiums, dass die halbe Stelle der Sonderpädagogin nicht ausreiche, wenn viele Kinder mit Förderbedarf kämen, konnte Mohr zerstreuen: "Die Stelle könnte aufgestockt werden."

(WS03)