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Forum Corneliusfeld in St. Tönis soll bis Frühjahr 2021 saniert werden

Corneliusfeld in St. Tönis : Forum soll bis Frühjahr saniert sein

Der Stadtkulturbund Tönisvorst freut sich: Trotz Corona-Krise will die Stadt die Bühne im Forum Corneliusfeld in den kommenden Monaten sanieren. Die Kosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro.

Wenn Thomas Nellen die Bühne im Forum Corneliusfeld in St. Tönis betrachtet, verwandelt sich sein skeptischer Blick in ein Lächeln. „Trotz der Corona-Krise haben der Stadtrat und die Verwaltung die notwendigen Renovierungen für das Forum Corneliusfeld beschlossen“, sagt der Vorsitzende des Stadtkulturbunds Tönisvorst. „Die Traverse, der Bühnenboden und die Vorhänge werden in den nächsten Monaten renoviert.“

Laut Nellen ist das ein Vorhaben, das dringend notwendig ist. Das Forum stammt aus den Anfängen der 1970er-Jahren, und entsprechend alt ist auch die Ausstattung, wenngleich immer mal wieder repariert und ausgetauscht wurde. Der bräunliche Bühnenvorhang ist ausgefranst und fleckig, auch brandschutztechnisch ist er überholt. „Für Kummer sorgt die Traverse über der Bühne, und das nicht erst seit gestern“, sagt Nellen. „Normalerweise kann man sie rauf und runter fahren. Das funktioniert schon seit Längerem nicht mehr. Sie ist daher fixiert.“

Die Helfer des Stadtkulturbunds müssen darum für Aufführungen auf eine hohe Leiter auf der Bühne steigen und die Scheinwerfer manuell einstellen. Das Arbeiten in luftiger Höhe gestaltet sich nicht nur schwieriger und aufwendiger, sondern bei weitem auch gefährlicher, als wenn die Arbeiten auf der Bühne bei entsprechend abgesenkter Traverse durchgeführt werden können.

Ebenfalls auf der Erneuerungsliste stehen der schwarze Hintergrundvorhang der Bühne sowie die Vorhänge, die im Forum zur Verdunklung dienen. Dazu kommt der Bühnenboden: Der frühere Parkettboden ist schon lange nicht mehr sichtbar, weil er völlig desolat war, wie Nellen berichtet. Auf ihm liegen seit Jahren verschraubte Pressspanplatten. Allerdings sind darin inzwischen ebenfalls Löcher und Boden-
unebenheiten zu sehen. „Das ist nicht nur optisch unschön, sondern aufgrund der Stolperkanten und Löcher wirklich gefährlich“, sagt Nellen. Bei Aufführungen verwendet der Stadtkulturbund darum Teppiche. Als neuer Belag ist ein Linoleumboden in Holzoptik im Gespräch.

Nellen freut sich darüber, dass der Stadtkulturbund seitens der Stadt in die Erneuerung und Optimierung der Bühne mit eingebunden wird. „Unser kleines Theater der großen Gäste findet Berücksichtigung“, lobt Nellen.

Ein weiterer Punkt auf der Liste ist der Bühnenaufzug. Mit dem holen die Helfer des Stadtkulturbunds für jede Aufführung die roten Stühle aus dem unter der Bühne liegenden Kellerraum. „Wir haben den Aufzug außer Betrieb nehmen müssen, und eine Erneuerung erst einmal zurückgestellt“, berichtet Jörg Friedenberg, Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung, Gebäudemanagement und Tiefbau.

Stattdessen ist ein ebenerdiger Raum gefunden worden, in dem die Stühle zukünftig gelagert werden können. Dazu wird ein Hubwagen für den Transport angeschafft. Der hat eine zweite wichtige Bedeutung: Mit ihm können auch größere Bühnenelemente und Musikinstrumente wie beispielsweise ein Klavier mühelos auf die Bühne gehoben werden.

Für die Arbeiten nimmt die Stadt Tönisvorst 100.000 Euro in die Hand. Das Geld stammt sowohl aus städtischen Mitteln als auch aus Spenden der Sparkassen-Stiftung. „Aktuell haben wir die Ausschreibungen vorbereitet. Sie gehen jetzt in die Vergabe“, berichtet Friedenberg.

Wenn alles nach Plan verläuft, könne im Frühjahr 2021 die Bühne im Forum in neuem Glanz erstrahlen, hofft der Fachbereichsleiter. Die Sanierung soll im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Aktuell finden neben schulischen und kulturellen Veranstaltungen auch die Ratssitzungen im Forum statt.

Wie wichtig den Bürgern indes die Veranstaltungen des Stadtkulturbunds sind, zeigt die Durchschnittsauslastung der Veranstaltungen der abgelaufenen Spielzeit. Sie liegt bei 85 Prozent: Die durchgeführten 13 der 20 geplanten Veranstaltungen besuchten insgesamt 4870 Zuschauer.