Tönisvorst: Finanzierung der Grabungen in Vorst-Nord beschlossen

Tönisvorst : Finanzierung der Grabungen in Vorst-Nord beschlossen

Nach dem Planungsausschuss musste jetzt auch der Bauausschuss über die weiteren archäologischen Grabungen im geplanten Neubaugebiet Vorst-Nord, Arbeitstitel "Am Försterhof", abstimmen. 430 000 Euro stehen im aktuellen städtischen Haushalt für die Finanzierung der Arbeiten bereit (wie bereits berichtet).

Schon 2009 hatte es Grabungen auf dem Areal in der Hohnschaft Hecke gegeben. Damals waren Funde aus der Eisenzeit und dem späten Mittelalter zu Tage getreten. Bevor das Neubaugebiet nun erschlossen werden kann, muss der Bereich noch einmal komplett untersucht werden.

"Die Archäologen werden bis zu 15 Meter tief schürfen", erklärt Fachbereichsleiter Marcus Beyer im Bauausschuss. Sollte nichts gefunden werden, könne das Neubaugebiet, in dem 70 bis 80 Wohneinheiten entstehen sollen, zügig erschlossen werden. Bei historisch bedeutsamen Funden allerdings müsse weitergegraben werden. Allerdings rechnet Beyer damit nicht: "Ich gehe davon aus, dass wir 2015 mit der Erschließung beginnen können."

Die Mehrheit der Politiker stimmt der Freigabe des Geldes für die Grabungen zu. Nur Heinrich Stukenbrok, als sachkundiger Bürger für die UWT im Ausschuss, spricht sich dagegen aus. "Wir sollten das gesamte Vorhaben noch einmal überdenken", regt Stukenbrok. Einige der Voraussetzungen, auf deren Basis das Neubaugebiet einst beschlossen worden war, seien nicht mehr gegeben. Unter anderem die Zuwegung. Auch im Planungsausschuss hatten die Vertreter von GUT und Grünen darauf hingewiesen, dass das Neubaugebiet eine zu hohe verkehrliche Belastung für den Ortskern mit sich bringe. Auch in diesem Gremium hatte sich aber die Mehrheit durchgesetzt.

(WS03)