Festakt für Ehrenringräger in Tönisvorst

Feierstunde : Fünf neue Ehrenringträger in Tönisvorst

Tönisvorst ist um fünf Ehrenringträger reicher. Verliehen wird die Auszeichnung an Stadtverordnete, die seit 25 Jahren ihr Ratsmandat ausfüllen. Bei der Feierstunde hielt Bürgermeister Thomas Goßen persönliche Ansprachen.

Sie sind in der CDU, der SPD und der GUT, und sie alle eint, dass sie sich seit 25 Jahren für die Bürger Tönisvorsts und die Belange dieser Stadt einsetzen. Jetzt wurden Christa Voßdahls und Michael Horst (SPD), Günter Körschgen und Maik Giesen (CDU) sowie von der GUT Herbert Derksen (in Abwesenheit) für ihre „Verdienste als Rückgrat der Demokratie und freiheitlichen Grundordnung“, wie Bürgermeister Thomas Goßen aus der Gemeindeordnung zitierte, mit dem Ehrenring der Stadt Tönisvorst ausgezeichnet.

Etliche Familienangehörige, Freunde und Weggefährten der Stadtverordneten haben sich im St. Töniser Ratssaal eingefunden, in dem Bürgermeister Goßen den goldenen Ring mit dem Stadtwappen, die Urkunde und Blumen überreicht. Zu jedem der neuen Ehrenringträger hat Goßen eine persönliche Laudatio vorbereitet.

„Wir haben heute nur einen Tagesordnungspunkt bei unserer Ratssitzung, aber der ist von Gewicht“, eröffnet Bürgermeister Thomas Goßen die Feierstunde und fordert dazu auf, innezuhalten im politischen Diskurs und die Verantwortung, die den Stadtverordneten von den Bürgern übertragen worden sei, zu reflektieren.

„Sie sind die Mittler im Spannungsfeld der unterschiedlichen Interessen“, richtet sich der 49-Jährige an die Ratsmitglieder. „Sie müssen die Wünsche der Bürger in Einklang bringen mit dem öffentlichen Interesse aller.“ Dazu brauche es Engagement, Zeit und Durchhaltevermögen, und nicht immer werfe diese Investition den gewünschten Ertrag ab. „Sie haben dieses Engagement über viele Jahre gezeigt, und dafür möchten wir Ihnen heute danken.“

Christa Voßdahls hat seit 1989 ein Ratsmandat. Von einer kurzen Unterbrechung abgesehen, bringt sich die SPD-Vertreterin seitdem besonders in der Schulpolitik ein. „Auch der Sport liegt Ihnen am Herzen“, weiß Goßen und erzählt, dass Christa Voßdahls eine Ausbildung zur Schiedsrichterin absolviert habe. „Auch hier haben Sie immer Fairplay vermittelt, und das ist ein wichtiger Wert“, findet der Bürgermeister. Die dreifache Mutter und gelernte Facharzthelferin habe sich außerdem sehr für den Erhalt des Tönisvorster Krankenhauses und des Notarztsystems eingesetzt.

Das gelte auch für Maik Giesen, der 1994 mit erst 23 Jahren das jüngste Ratsmitglied wurde und jetzt mit 48 Jahren der jüngste Ehrenringträger ist. „Das Gesundheitssystem lag Ihnen immer am Herzen. Bis heute sind Sie im Vorstand des Vereins Gesundheits- und Altenpflege aktiv“, lobt Goßen den CDU-Vertreter. Auch im Rechnungsprüfungsausschuss habe Giesen mitgewirkt und sich besonders für den Erhalt der Hauptschule Kirchenfeld eingesetzt.

Michael Horst wurde mit 27 Jahren 1989 als SPD-Vertreter in den Stadtrat gewählt, hatte sich zuvor aber bereits als sachkundiger Bürger in der Kommunalpolitik engagiert, wie Goßen weiß. Nach einer berufsbedingten Pause stieg Horst 1999 wieder in die Ratsarbeit ein. Der promovierte Diplom-Kaufmann habe sich immer im Hauptausschuss um die Finanzen der Stadt gekümmert und sich besonders für die Infrastruktur eingesetzt. Unvergessen seien die verbalen Duelle des dienstältesten Fraktionsvorsitzenden mit dem ausgeschiedenen CDU-Chef Horst van Brechan. „Sie standen in einem harten Wettbewerb und haben sich als lebhafter Gesprächspartner behauptet“, sagt der Bürgermeister.

Günter Körschgen kam erst in einem höheren Alter in den Stadtrat, dem der heute 79-Jährige seit 1994 angehört. „Sie haben immer da, wo Sie gebraucht wurden, zur Verfügung gestanden“, wendet sich Bürgermeister Goßen an den Altersvorsitzenden des Stadtrats. Körschgen habe sich als erster stellvertretender Bürgermeister unter Albert Schwarz eingebracht und mit hohen Präsenzzeiten im Laufe der Jahre alle Fachausschüsse besetzt. „15 Jahre lang waren Sie außerdem Aufsichtsratsvorsitzender der Antonius GmbH und haben sich für die Belange des Krankenhauses und des Altenheimes stark gemacht.“

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