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Fast 14 Millionen Euro wird Tönisvorst bis 2023 in die Schulen investieren

Schulausschuss : Schulneubauten dauern länger

Fast 14 Millionen Euro wird Tönisvorst bis 2023 in die Schulen investieren. Einige Arbeiten laufen bereits, andere sind in Planung. Im Schulausschuss berichtete die Verwaltung über den Sachstand. Die Politik zeigte sich unzufrieden.

Digitalisierung, Brandschutz, ein Anbau an die Grundschule Corneliusstraße, der Neubau eines Fachraumzentrums für die weiterführenden Schulen, Sanierung des Schulzentrums, Dacherneuerung am Schulgebäude Kirchenfeld – es ist eine lange Liste, die die Stadt als Schulträger vor der Brust hat, und es sind beachtliche Kosten, die da im Haushalt für die nächsten Jahre aufgelistet sind: Fast 14 Millionen Euro will Tönisvorst in den nächsten vier Jahren in die vier Grundschulen und die Ausstattung und Gebäude der beiden weiterführenden Schulen investieren. Im Schul- und Kulturausschuss stellte Abteilungsleiter Tobias Janseps die Schulprojekte des städtischen Gebäudemanagements vor.

Zunächst zählte Janseps die Arbeiten auf, die zurzeit an den Schulen laufen. Dazu gehört die Netzwerkverkabelung für die Digitalisierung der Grundschulen. „In der Grundschule Hülser Straße kommt noch eine Erneuerung der ‚historischen‘ Elektroverteilung hinzu“, sagte Janseps, der davon ausgeht, dass diese Arbeiten nach den Herbstferien beendet sein werden. Im Schulgebäude Kirchenfeld, wo die Mittelstufe der Rupert-Neudeck-Gesamtschule unterrichtet wird, sei das neue Farbkonzept fast komplett umgesetzt. In den Herbstferien bekomme das Schulgebäude noch einen neuen Trafo. Im nächsten Jahr werde die Aula renoviert. Auch die defekten Oberlichter würden noch ausgetauscht.

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Einer der großen Posten im Haushalt sei das Brandschutzkonzept in den Gebäuden, das sukzessive umgesetzt worden sei. „Es stehen noch viele kleine Maßnahmen an, aber im nächsten Jahr sind die Arbeiten abgeschlossen“, verspricht der Abteilungsleiter. Ein weiterer dicker Batzen ist mit 2,7 Millionen Euro der Erweiterungsbau an die Grundschule Corneliusstraße, der zum Schuljahr 2022/23 fertiggestellt sein soll. Das neue Fachraumzentrum für das Schulzentrum Corneliusfeld schlägt mit 5,5 Millionen Euro zu Buche. Es soll ebenfalls zum Schuljahr 2022/23 nutzbar sein. Dann folge die einjährige Sanierung der Knollen A und B, wo aus den bisherigen Fachräumen Klassenräume werden.

„Das sind sehr unerfreuliche Zeiträume“, merkt die CDU-Vertreterin und Ausschussvorsitzende Angelika Hamacher an. Für die beiden dringend notwendigen Neubauten sei eine schnellere Fertigstellung zugesagt worden. Auch mit dem Fortschritt der Digitalisierung in den Grundschulen sind die Ausschussmitglieder unzufrieden. Tobias Janseps erklärt, es habe sich niemand auf die erste Ausschreibung der Arbeiten gemeldet. Erst im zweiten Versuch sei eine Firma gefunden worden, die die Verkabelung übernommen habe.

Paul Birnbrich, Leiter des Michael-Ende-Gymnasiums, monierte, dass das Schulzentrum beim Thema Digitalisierung im Sachstandsbericht nicht vorkomme. Lars Schaath, Fachbereichsleiter Schule und Bildung, informierte, dass die Firma Deutsche Glasfaser voraussichtlich Ende 2020 schnellere Leitungen ins Schulzentrum legen werde und für die digitale Verkabelung des Schulzentrums 240.000 Euro im Haushalt eingeplant seien.

Andreas Kaiser, Leiter der Rupert-Neudeck-Gesamtschule, fragte, was mit den 800.000 Euro aus dem Digitalpakt des Landes passieren werde. „Das Land hat jetzt erst die Richtlinien für Antragsverfahren und Förderprogramm festgelegt“, informierte Schaath. Vermutlich bekomme die Stadt 25.000 Euro pro Schule für den Kauf von Endgeräten, sprich Computer und Tablets. „Da würden wir aber gerne ein Wörtchen mitreden“, sagten die Schulleiter unisono. Schaath versprach eine Schulleiterrunde nach den Herbstferien.