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Evangelische Kirchengemeinde St. Tönis: Roter Teppich für die Gemeindeglieder

Aktion der Evangelische Kirchengemeinde St. Tönis : Ein roter Teppich für die St. Töniser Gemeindeglieder

Mit der Aktion möchte die Evangelische Kirchengemeinde die Gläubigen nach der pandemiebedingten Pause willkommen heißen. Ab Dienstag, 22. Juni, wird vor der Evangelischen Kirche an der Hülser Straße ein langer roter Teppich liegen.

Einmal über den roten Teppich schreiten und sich wie ein richtiger Promi fühlen? Und dabei noch im goldenen Bilderrahmen fotografiert werden? Nichts leichter als das: Die Evangelische Kirchengemeinde St. Tönis macht’s möglich. Ab Dienstag, 22. Juni, wird vor der Evangelischen Kirche an der Hülser Straße ein langer roter Teppich liegen, der jeden, der zum Gottesdienst oder zu den mittlerweile wieder möglich gewordenen Angeboten für Gemeindeglieder geht, zu einem besonderen Menschen macht. Wer mag, kann sich außerdem im goldenen Rahmen aufnehmen lassen.

Die Idee kam Pfarrerin Daniela Büscher-Bruch während der Pfingstandacht. „Rot ist die Pfingstfarbe“, erklärt sie. Sie hatte die Vorstellung, dass der rote Teppich aus der Kirche hinausführt zu den Gemeindegliedern – so wie der Heilige Geist sich unter die Menschen mischt, sodass sich alle verstehen können. „Gottes Geist weht“, so die Pfarrerin, „wo Menschen zusammenkommen.“ Und auf dem roten Teppich, so Büscher-Bruch, wird jeder wertvoll bei Gott.

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  • Superintendent Bernd-Ekkehart Scholten.⇥Foto: UM (Archiv)
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Ingeborg von Kalkstein ist eine der zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Gemeinde und unter anderem Pressebeauftragte der Evangelischen Kirchengemeinde St. Tönis. Sie freut sich auf die Aktion. „Es ist ein bisschen wie Hollywood“, erklärt sie, „die Kirche feiert sich selbst.“

Seit März 2020 haben zahlreiche Angebote der Kirchengemeinde nicht mehr stattfinden dürfen. Aber nun kann man sich langsam wieder draußen treffen, erklärt von Kalkstein. Im Außenbereich stehen Pavillons, außerdem ist das Gelände weiträumig genug, um den Menschen Treffen auf Abstand und in Sicherheit zu gewährleisten. Wenn die Gemeindeglieder demnächst zu den Gottesdiensten, den Chorproben gehen und auch zu den besonderen Angeboten, bei denen wie früher üblich die Menschen zu Gespräch und Austausch zusammenkommen, tun sie dies über den roten Teppich, der von Gemeindeglied Frank Rouland von der Firma Willinck & Rouland gespendet wurde.

Wie zur „Blauen Stunde“, bei der der rote Teppich am Dienstag, 22. Juni, um 18 Uhr seine Premiere feiert. Zur Blauen Stunde kommen die Menschen, um nach ihrem Tag miteinander zu reden. Jeder bringt etwas zu essen mit. Wer mag, nimmt sich eine Decke und legt sich auf den Rasen. Der Zuspruch war – vor der Pandemie – groß: Bis zu 100 Menschen kamen an den Abenden. Die „Blaue Stunde“ findet auch am 29. Juni sowie am 6. und 13. Juli jeweils ab 18 Uhr statt.

„Wir fahren langsam wieder alles hoch“, sagt Ingeborg von Kalkstein. So auch die „Spätlese“, ein Treffen von Senioren, oder das Männerfrühstück. Allerdings gelten bei allen Angeboten die „drei G“: Die Teilnehmer sollten geimpft, getestet oder genesen sein.