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Digitalisierung für Betriebe und Handel in Tönisvorst

„TönisVorsthalb5“ : Tönisvorst in der Digitalisierung begleiten

Digitale Kassensysteme, bargeldlose Bezahlmöglichkeiten, digitale Rechnungsstellungen — die stationären Einzelhändler müssen die Digitalisierung in ihre Geschäfte bringen.

Eins ist schnell klar geworden: ohne eine kluge Digitalisierung wird es für den Handel vor Ort schwierig, am Ball zu bleiben. Markus Hergett, Wirtschaftsförderer der Stadt Tönisvorst, hatte zum digitalen Format „TönisVorsthalb5“ eingeladen. Ein gutes Dutzend Teilnehmer aus dem Einzelhandel, der Gastronomie und Dienstleistung, angestellte und selbstständige Geschäftsleute aus Tönisvorst, zeigten ihr Interesse für den Vortrag von Sebastian Ditges, Fachmann für Medialen Service der Sparkasse Krefeld.

Bürgermeister Uwe Leuchtenberg (SPD) begrüßte die Gruppe und betonte die Bedeutung der Diskussion untereinander und der Möglichkeit, miteinander Netzwerke zu knüpfen. Digitale Kassensysteme, bargeldlose Bezahlmöglichkeiten, digitale Rechnungsstellungen: Ditges referierte zum Thema Digitalisierung als Chance und Herausforderung – immer im Hinblick auf die zurückliegenden Monate der Pandemie und deren Auswirkungen auf den Handel.

Der Internethandel, so zeigte Ditges anhand von Untersuchungen, ist ein erheblich wachsender. Anhand einer Studie zeigte er, dass kaufkräftige Menschen zwischen 16 und 74 Jahren im vergangenen Jahr nicht nur 65 Prozent ihrer Kleidung und Schuhe, sondern auch 19 Prozent der Lebensmittel und 28 Prozent ihrer Möbel im Internet bestellten. Eine klare Aufforderung für die Händler, sich diesen Veränderungen mit einem Auftritt in den sozialen Medien sowie einem Onlineshop zu stellen, sagte er. Dabei müssen sie sich allerdings internationalen Wettbewerbern stellen wie Amazon oder Ali-Express.

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Aber auch die stationären Einzelhändler müssten die Digitalisierung in ihre Geschäfte bringen. Ditges zeigte am Beispiel einer Kasse, wie der Stand der Technik sein kann: Die Kasse kann eben nicht nur kassieren, sondern auch ein Onlinestore sein, Termine buchen, die Buchführung organisieren und die Schnittstelle zum Steuerberater darstellen. Beim Bezahlen schließlich heißt es: „Kartenzahlung ist Pflichtprogramm, aber bitte richtig“. Ditges: „Man kann es sich nicht mehr leisten, keine Kreditkartenzahlung anzubieten.“

Eine Fülle von Informationen war es, die die Teilnehmer zu verarbeiten hatten – auf dem Weg in die Digitalisierung, den zu begleiten Ditges angetreten ist.