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Die Godehard-Oktav 2021 hat in Vorst begonnen

Tönisvorst : Die achttägige Godehard-Oktav in Vorst hat begonnen

Acht Tage dauert die Godehard-Oktav, die in Zeiten ohne eine Pandemie von einem vielseitigen Programm begleitet wird, dessen Höhepunkt die Prozession von der Kirche zum Haus Neersdonk ist, wo unter freiem Himmel Eucharistie gefeiert wird.

Er hält einen Bischofsstab in der Hand und segnet ein Kind, das vor ihm kniet und eine Krücke festhält. Die Figur des heiligen Godehard, der bei Krankheiten um Hilfe und Heilung gebeten wird und seit 900 Jahren Schutzpatron der Vorster Kirchengemeinde ist, steht jetzt im Fenster der Godehard-Kapelle seitlich des Hauptportals der Pfarrkirche. Jedes Jahr Anfang Mai, wenn sich der Todestag des Heiligen nähert, der einst Bischof von Hildesheim war, schmücken Gemeindemitglieder das Fenster der Kapelle mit Flieder und Blumen und stellen die Figur aus der Kirche in das Fenster der Kapelle.

Acht Tage dauert die Godehard-Oktav, die in Zeiten ohne eine Pandemie von einem vielseitigen Programm begleitet wird, dessen Höhepunkt die Prozession von der Kirche zum Haus Neersdonk ist, wo unter freiem Himmel Eucharistie gefeiert wird. Auch in diesem Jahr gab es eine Prozession, allerdings eine sehr kleine. Beim Patronatsgottesdienst trug Pfarrer Marc Kubella die Reliquie des 1038 verstorbenen Bischofs, ein Knochensplitter, durch die Kirche, wo sich einige Gläubige versammelt hatten. Anschließend segnete der Pfarrer die Figur des Heiligen im Fenster der Kapelle.

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Auch eine Kreuzwegstation wurde eingeweiht. Der Heimatverein Vorst hatte mit Hilfe der Anrather Firma Moerschen entlang der 14 Stationen des Vorster Kreuzwegs Texthalter angebracht, die von Gemeindereferentin Regina Gorgs mit Texten bestückt worden sind. „Es wäre schön, wenn der ein oder andere beim Pilgern einen Gedanken mit auf den Weg nimmt“, sagte Pfarrer Kubella. Sowohl die erste als auch die letzte der 14 Kreuzwegstationen finden sich an der Kirche St. Godehard.

Bereits 1764 wurde der Kreuzweg rund um den Ort von Vorster Gruppen und Vereinen errichtet. Bis heute wird er auch von ihnen gepflegt. Das Pilgern hat in Vorst eine lange Tradition. Nachdem der Erzbischof und Kurfürst Friedrich I. von Köln der Vorster Kirchengemeinde 1131 eine Reliquie des Heiligen Godehard geschenkt hatte, ebene jenen Knochensplitter, entwickelte sich Vorst zum beliebten Wallfahrtsort.

Besonders Ende des 18. Jahrhunderts, als Papst Pius VI. allen Gläubigen, die am Gotthardustag die Kirche in Vorst besuchten, einen vollständigen Ablass gewährte, konnte der kleine Ort sich vor Wallfahrern kaum noch retten. Erst als Pius Ablass für die gesamte Oktav gewährte, entspannte sich die Lage, weil der Strom der Besucher sich auf acht Tage verteilte.

Dem Schutzpatron der Pfarrgemeinde ist auch die Festmesse am Sonntag, 9. Mai, 9.30 Uhr, gewidmet.

(RP)