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Deutsche Glasfaser baut Vorst nur zum Teil aus

Vorst : Zwei Gebiete bekommen Glasfaser

Obwohl sich nicht genügend Vorster Haushalte für moderne Datenleitungen ausgesprochen haben, ist der Ort für die Firma „Deutsche Glasfaser“ noch nicht vom Tisch. Statt des Komplettausbaus soll es einen Teilausbau geben. 

Jürgen Ebus hört es mit Freude. Die „Deutsche Glasfaser“ hat beschlossen, zwei Vorster Gebiete, nämlich den Bereich rund um das Medikamentenhilfswerk Action Medeor und das Siedlungsgebiet im Süden mit modernen Datenleitungen zu versorgen. „Ich habe erhebliche berufliche Probleme, weil ich auf die alte Kupferleitung der Telekom angewiesen bin“, sagt Jürgen Ebus, der an der Bruchstraße eine technische Vertriebsfirma führt.

Beim jüngsten Treffen mit Nicole Holländer und Murat Durmaz von der Firma „Deutsche Glasfaser“ erfährt Ebus, dass die Bruchstraße in einem der Gebiete liegt, durch das die „Deutsche Glasfaser“ im nächsten Jahr neue Leitungen ziehen will. Obwohl die angestrebten 40 Prozent im Ort nicht erreicht worden sind, habe das Unternehmen sich für diesen Teilausbau entschieden, sagt Nicole Holländer. Rund 1200 Haushalte sollen bis Mitte nächsten Jahres die schnelle Datenleitung nutzen können. Interessierte aus den Bereichen können sich noch online bei der Firma melden.

Ein weiteres Projekt des Unternehmens läuft in den beiden St. Töniser Gebieten Hasenheide und Laschenhütte. „Bis Ende der Woche ist die Nachfragebündelung noch offen“, sagt Murat Durmaz. Bisher hätten 26 Prozent der Haushalte Interesse bekundet – zu wenig für einen Ausbau. „Wir werden am nächsten Samstag, 29. September, von 10 bis 16 Uhr wieder mit einem Infostand vor Ort sein und die Werbetrommel rühren“, sagt der Projektleiter. In Laschenhütte steht der Infostand auf der Sommerfestwiese, in Hasenheide auf der Wiese an der Sternstraße.

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Und noch ein drittes Projekt haben Holländer und Durmaz von der Deutschen Glasfaser im Sinn. Weil sich aus den Tönisvorster Außengebieten 260 Interessenten gemeldet haben, die sehr an einem Glasfaseranschluss interessiert sind, hat die Firma das „Landprojekt Tönisvorst“ ins Leben gerufen. „In den kommenden Wochen wird jeder Interessent, dessen E-Mail-Adresse wir haben, eine Mail von uns bekommen mit einem konkreten Angebot“, sagt Holländer. Da zu den einzelnen Höfen und Häusern oft lange Leitungen nötig seien, müssten die Kunden des Landprojekts einen Eigenanteil zahlen.

Rene und Philipp Weigang würden das nur zu gerne tun, wenn sich ihre Situation dadurch verbessern würde. Die beiden wohnen in der Hüserheide und haben nicht mal eine Telefonleitung und also auch keinen Internetanschluss. „Wir müssen uns mit einem Produkt von Vodafone behelfen“, sagt Rene Weigang. Und wenn die beiden mit dem Handy telefonieren wollen, müssen sie draußen auf den Gas-Tank klettern. „Da haben wir Empfang, aber nur bei gutem Wetter.“