Der Pfarreirat würde das St. Töniser Gotteshaus St. Cornelius gerne zusätzlich für Besucher öffnen.

St. Cornelius : Die Pfarrgruppe „Offene Kirche“ sucht noch Verstärkung

Der Pfarreirat würde das St. Töniser Gotteshaus St. Cornelius gerne zusätzlich für Besucher öffnen.

Jeden Donnerstagmorgen, pünktlich um 10 Uhr, öffnen sie die Türen der katholischen Pfarrkirche St. Cornelius, die Mitglieder der Gruppe „Offene Kirche“. Und dann kommen sie, die Menschen, die eine Kerze anzünden möchten, weil sie um etwas bitten oder für etwas danken möchten, die Menschen, die Ruhe und Gottes Nähe suchen und manchmal auch Menschen, die die große, altehrwürdige Kirche besichtigen, die bunten Fenster mit den vielen Motiven bestaunen, die Figuren der Heiligen ansehen, den kunstvoll gestalteten Tabernakel bewundern möchten.

Um all diesen Menschen Gelegenheit zu geben, das St. Töniser Gotteshaus außerhalb der Messzeiten zu besuchen, hat Marianne Smeets vor etwa 13 Jahren die Gruppe „Offene Kirche“ ins Leben gerufen. „Die Idee kam aus der Gemeinde“, erinnert sich die 79-Jährige, die sich damals im Pfarreirat engagiert hat. Elf Mitglieder hat die Gruppe, neun Frauen und zwei Männer. Die meisten sind von Anfang an dabei. Der Altersdurchschnitt der Ehrenamtler liegt mittlerweile bei 80 Jahren. „Wir hätten nichts dagegen, wenn wir ein paar jüngere Menschen als Verstärkung für das Team bekämen“, sagt Marianne Smeets.

Das würde auch der aktuelle Pfarreirat begrüßen, denn die Mitglieder würden die St. Töniser Pfarrkirche gerne zusätzlich zu dem Donnerstagvormittag samstags für Besucher öffnen. „An einem Samstag könnten auch Berufstätige und Familien die Kirche besuchen, für die der Donnerstagmorgen ungünstig ist“, sagt Bastian Kammann vom Pfarreirat, der weitere engagierte Gemeindemitglieder für das Ehrenamt finden möchte.

Die Mitglieder der Gruppe „Offene Kirche“ sind immer zu zweit im Dienst. An diesem Donnerstag haben Johannes Höfkes und Luzie Czapiewski die Aufsicht. „Leider können wir wegen Vandalismus und Diebstahl die Kirche nicht einfach so offen lassen“, sagt Johannes Höfkes. In der Vergangenheit habe es Zeiten gegeben, in denen die Kirche unverschlossen gewesen sei, aber dann sei das Geld, das die Besucher für die Kerzen da lassen, gestohlen worden, erinnert sich Luzie Czapiewski.

Aber die Mitglieder der „Offenen Kirche“ sind nicht nur da, damit nichts gestohlen wird. Sie haben auch ein offenes Ohr für die Besucher. „Es gibt immer wieder Gäste, die das Gespräch suchen“, weiß Johannes Höfkes, der in dem Gotteshaus vor 80 Jahren getauft wurde und viel über die Geschichte der Kirche erzählen kann. Das Wissen um die Historie des Hauses sei aber keine Voraussetzung für das Ehrenamt. Dafür gebe es schließlich Bücher in der Kirche, die die Besucher sich ansehen können.

Wer sich in der Gruppe engagieren möchte, sollte zwei bis drei Stunden Zeit und Offenheit mitbringen. Interessierte melden sich bei Marianne Smeets unter der Telefonnummer 02151-795 531 oder im Pfarrbüro (02151-790 350).

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