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Der Heimatbund St. Tönis hat den neuen Heimatbrief herausgegeben

Heimatbund : Heimatbrief mit neuer Optik

Der Heimatbund St. Tönis hat den neuen Heimatbrief herausgegeben. Viel Raum nimmt die Geschichte des Zusammenschlusses von St. Tönis und Vorst ein, die vor genau 50 Jahren begann. Aber auch andere Jubiläen werden gewürdigt.

Catharina Perchthaler, Pressesprecherin der Stadt Tönisvorst, hat sich durch etliche Akten im Kreisarchiv gewühlt, um die Geschichte von Tönisvorst, einem Zusammenschluss der Orte St. Tönis und Vorst, zu recherchieren. „Das hat viel Spaß gemacht, und ich habe viel Neues erfahren“, erzählt Catharina Perchthaler bei der Präsentation des aktuellen Heimatbriefs, zu der der Heimatbund St. Tönis in die Räume der Sparkasse eingeladen hatte.

Auf zwölf Seiten schildert die Stadtsprecherin, wie es bei der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1970 zur Gründung der Gemeinde Tönisvorst kam, aus der neun Jahre später die Stadt Tönisvorst wurde. Auch die vielen Gebäude und politischen Entscheidungen, die heute noch das Stadtbild prägen, finden in dem Bericht Beachtung. Mit dem Jahr 1995, als Tönisvorst eine mittlere, kreisangehörige Stadt mit eigenem Bauamt wird, endet der Bericht. Im nächsten Heimatbrief, der im Sommer erscheint, wird der Text zur Stadtgeschichte fortgesetzt.

Während Tönisvorst den runden Geburtstag erst im kommenden Jahr begeht, konnte die DLRG-Ortsgruppe ihr 50-jähriges Bestehen bereits in diesem Jahr feiern. Tatsächlich aber, das wird aus dem Text von Udo Beckmann deutlich, gab es bereits in den 1930er-Jahren eine DLRG-Gruppe in St. Tönis, die am Tacksee trainierte und die Badeaufsicht innehatte. Im Krieg löste sich diese Gruppe aber auf, und erst 1969, mit dem Bau des St. Töniser Hallenbads, wurde eine neue Ortsgruppe ins Leben gerufen.

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Noch deutlich älter, nämlich 100 Jahre, wird das Mandolinenorchester St. Tönis in nächsten Jahr, dem Udo Beckmann ebenfalls einen Artikel im aktuellen Heimatbrief gewidmet hat. Aus einem Zusammenschluss, den 15 Jugendliche im Mai 1920 gründeten, ist das Orchester hervorgegangen. Um die Wanderungen unterhaltsamer zu gestalten, habe man Gitarren und Mandolinen mitgeführt, schildert der Autor. So sei aus dem Wanderclub „Gut Freund“ das Mandolinenorchester geworden.

Gastautor Horst-Dieter Rosenberg erinnert in seinem Beitrag an die Theater-Szene des Ortes in den 70er- und 80er-Jahren, als die Pfarre St. Cornelius einen vielbeachteten Laienspielkreis hatte. Mit dabei: Heinz Drenker, der sein Hobby später zum Beruf machte und an verschiedenen deutschen Theatern engagiert war. Auch Gedichte in Mundart, Namen, Nachrichten und Menschen aus St. Tönis finden im Heimatbrief wieder Platz.

Einige Serien, die viele Jahre lang zum festen Bestandteil des Heftchens gehört haben, fehlen allerdings, weil Werner Lessenich nicht mehr zum Autorenteam gehört. Der Heimatbrief ist damit um einen kreativen Autor und akribischen Rechercheur ärmer. Auch das Layout hat sich durch das Ausscheiden von Werner Lessenich, der sich stets darum gekümmert hat, verändert. Die 1700 Mitglieder werden ihren Heimatbrief, der jetzt verteilt wird, aber wiedererkennen.

Ebenfalls im Heimatbrief aufgeführt werden die vielen Veranstaltungen, die der Verein im nächsten Jahr anbietet und an denen auch Nicht-Mitglieder teilnehmen können. So gibt es Wanderungen und Radtouren, Busreisen zur Meyer Werft, zum WDR und zur Rheinischen Post, wo die Teilnehmer eine Druckereiführung bekommen. Auch das Haus der Geschichte in Bonn, die Spinnerei Cromford in Ratingen und die Römervilla in Ahrweiler gehören zu den Ausflugszielen 2020.

Wer mehr dazu erfahren möchte, kann samstagvormittags ins Heimathaus (Antoniusstraße 6) gehen oder den „Stammdösch Vertäll“ besuchen, der am 16. Januar und am 19. März um 18 Uhr im Heimathaus angeboten wird.