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Das erste Jahr lief für den Stadtsportverband Tönisvorst gut

Tönisvorst : Das erste Jahr lief für den Stadtsportverband gut

Seit einem Jahr gibt es den neuen Stadtsportverband in Tönisvorst. Die Vorsitzende Anke Mühlbeyer und die Schriftführerin Gudrun Knittel ziehen eine positive Bilanz.

Der noch junge Stadtsportverband Tönisvorst blickt nach dem ersten Jahr optimistisch in die Zukunft. „Die Stimmung im Vorstandsteam ist sehr gut, das wurde den Teilnehmern der Jahreshauptversammlung auch mitgeteilt“, sagt die Schriftführerin Gudrun Knittel.

Mit dem vom Landessportbund aufgelegten Projekt „Moderne Sportstätten 2022“ hatte der SSV im Jahr eins gleich mehr Arbeit vor der Brust, als ihm lieb sein konnte. Es gilt, 400.000 Euro gerecht unter die Vereine aufzuteilen. „Wir haben die verfügbare Fördersumme zunächst in zwei Antragstöpfe geteilt und Teil eins mit einem Volumen von 300.000 Euro an zwei Bedingungen geknüpft: Ein Verein darf nicht mehr als 100.000 Euro beantragen und muss sich mit 50 Prozent Eigenanteil beteiligen“, berichtet die Vorsitzende Anke Mühlbeyer. Die Gelder sind so gut wie abgerufen. Die Antragstellung für den zweiten Teil ist ab April möglich.

Was ebenfalls im Premierenjahr des Stadtsportverbandes gelang: Das Gremium hat seine Rolle im komplexen Gefüge zwischen Stadt und Vereinen gefunden. „Wir verstehen uns als Brückenbauer und vertreten die Interessen der Vereine gegenüber der Stadt“, so Anke Mühlbeyer. „Sehr gute und konstruktive Gespräche“ hatten sich bei einer Zusammenkunft im Rathaus ergeben. Der SSV habe mit seinem siebenköpfigen Vorstandsteam seine Vorstellungen gegenüber Bürgermeister Thomas Goßen formuliert. Die Schnittstelle zur Politik ist Lars Kuhlenschmidt, der als Sachkundiger Einwohner im Sportausschuss sitzt.

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Aus den Stolperfallen, in die der 2016 aufgelöste Stadtsportverband offenbar getreten war, will das neue Gremium ausdrücklich lernen. So soll es unter anderem 2021 wieder eine Sportlerehrung geben – aber „mit Pep und neuem Anstrich“, wie Anke Mühlbeyer und Gudrun Knittel betonen.

Eine gute Idee sind nach Meinung des SSV auch die von der Stadt angebotenen Sportgutscheine, um an die 30 Prozent Grundschüler zu kommen, die noch nicht in einem Verein organisiert sind. Das funktioniert so: Grundschüler, die nicht im Verein sind, können bei der Stadt 60 Euro abrufen, die dann mit teilnehmenden Vereinen verrechnet werden.

Erste Veranstaltung des Stadtsportverbandes soll am 16. Mai bei „Kids in Action“ im Corneliusfeld sein – geplant war dies allerdings vor der Corona-Krise. „Der Kreissportbund mit Angelika Feller an der Spitze hat nun durch den SSV einen Verantwortlichen für diese Veranstaltung gefunden“, so Gudrun Knittel. Stadtsportbund und Kreissportbund pflegen ein enges Verhältnis, zumal Angelika Feller Tönisvorsterin ist und mit Klaudia Schleuter beim Kreissportbund eine kundige Vertreterin sitzt, die die Interessen der örtlichen Sportverbände unterstützt. Klaudia Schleuter war es auch, auf deren Betreiben ein Stadtsportverband für Tönisvorst mit neuem „Gesicht“ entwickelt worden ist. „Dinge wie Satzung geben, Klausurtagung, Kennenlernen, Projektbestimmung und so weiter liefen dann wie von selbst“, so Anke Mühlbeyer.

Dem SSV liegt am Herzen, die Sportgemeinschaft der Ortsteile St. Tönis und Vorst zu fördern. Was dem SSV nach einer Mitgliederbefragung Bauchschmerzen bereitet: „Es fehlen an allen Ecken und Kanten Trainer und Übungsleiter in den Vereinen“, sagt Gudrun Knittel.

Zwei Ziele hat sich der SSV nun für die Zukunft gesetzt: Eine eigene Homepage soll recht kurzfristig das Licht der virtuellen Welt erblicken. „Perspektivisch wollen wir uns für einen Platz stark machen, an dem junge Menschen auch mal laut sein dürfen“, so Anke Mühlbeyer. „Spaß haben, dummes Zeug machen, quatschen“, ergänzt Gudrun Knittel. So wie früher an der Half-Pipe in St. Tönis, wo heute gepflegt Tennis gespielt wird.