Das Akkordeon Orchester 1957 St. Tönis lud zum großen Konzert ins Forum Corneliusfeld.

Akkordeon Orchester: Mit Musiknacht einen Volltreffer gelandet

Das Akkordeon Orchester 1957 St. Tönis lud zum großen Konzert ins Forum Corneliusfeld. Dabei wurde von den Ensembles nicht nur musikalisch viel geboten, sondern mit Bühnenbild und Foto-Projektionen auch optisch.

Einen Volltreffer landete das Akkordeon Orchester 1957 St. Tönis mit seiner Musiknacht am Samstag im Forum Corneliusfeld. Nach der Begrüßung der Gäste übergab Vorsitzender Oliver Schieren die Moderation des Abends an Martina Bialas, die bereits aus dem Musikkabarett „Bialas & Dalhof“ bekannt war. Mit ihrer ausgesprochen charmanten und überaus witzigen Art gelang es ihr schnell, einen Bogen zwischen dem Publikum und den Künstlern auf der Bühne herzustellen. So führte sie in ihrer unverwechselbaren Art sehr kurzweilig durchs Programm.

Das Stammorchester begann unter der Leitung von Viktor Kammerzell mit dem Medley „Cabaret“ aus dem gleichnamigen Musical, arrangiert von H.-G. Kölz. Es folgte der Filmsong „Smile“ von Charlie Chaplin aus „Modern Times“. „Jumping at the Woodside“ ließ den Funken überspringen. Nicht unerheblichen Anteil hatte der Schlagzeuger Malte Golombek mit seinem fulminanten Schlagzeugsolo, bei dem die Begeisterung im Publikum weder zu übersehen noch zu überhören war.

Mit einem Strohhut – genannt Kreissäge – auf dem Kopf und einer Mundharmonika am Mund fragten die Antonius Harmonists, was der Sigismund dafür kann, dass er so schön ist. Mit eingeblendeten Texten auf der Leinwand begann das Publikum rasch mitzusingen. In dieser leichten mitreißenden Stimmung wurde das Publikum „Wie vom Traum verführt“ (von A. L. Webber) und sah, dass es genauso grün grünt, wenn in Spanien die Blüten blühen – aus dem Musical „My Fair Lady“. Abtauchen ließ der musikalische Leiter Thomas Waser Künstler und Publikum mit einem gelben U-Boot mitten in die Beatles-Zeit.

Auch das Hobbyorchester hatte sich der Musik von Andrew Lloyd Webber verschrieben. So begeisterte es mit „Jesus Christ Superstar“ und vielem mehr. Emotionen pur zeigte Carsten Kalkmann, als er den Dirigentenstab für „My Heart Will Go On“ (Filmmusik zu „Titanic“) schwang.

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Die Filmmusik zum James-Bond-Film „Golden Eye“ wurde von Dagmar Hammes mit ihrer atemberaubenden Stimme untermalt. Ihr temperamentvoller Gesang passte bestens zur Akkordeonmusik. Die Gäste belohnten dies mit anhaltendem Beifall.

Die Neugestaltung des Bühnenbildes, mit auf einer Leinwand angezeigten, wechselnden Motiven, Texten und Emblemen fand große Resonanz. Ebenso wurde erstmals die Musik mit einem neuen digitalen Mischpult übertragen. Sound und Soundeffekte waren überzeugend. Umfangreiche Lichteffekte untermalten die musikalischen Darbietungen eindrucksvoll.

Als weiteren Höhepunkt konnte Martina Bialas die Formation „AkkZente“ des Akkordeon Orchesters 1957 St. Tönis ankündigen. So begann es mit der „West Side Story“, einem Potpourri aus dem gleichnamigen Musical von Leonard Bernstein. Thomas Waser führte seine Akkordeonspieler „Somewhere over the Rainbow“ in den Film „Der Zauberer von Oz“. Wie kann ein Hit-Mix von Udo-Jürgens-Liedern anders enden als im Bademantel am Flügel? Thomas Waser erfüllte mit seinen Akzenten dieses Klischee im besten Sinne. Die Zuschauer ließen Udo Jürgens mit seinen zeitlosen Liedtexten und Melodien an diesem Abend musikalisch noch mal so richtig lebendig werden.

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