Das Akkordeon-Orchester 1957 St. Tönis hat ein neues Heim

St. Tönis: Das Akkordeon-Orchester 1957 St. Tönis hat ein neues Heim

Die offizielle Wiedereröffnung der Räume des Akkordeonorchesters St. Tönis ist mit einem Frühschoppen gestartet, bei dem sich der Verein in seiner Vielschichtigkeit vorstellt.

Dass das Akkordeon-Orchester 1957 St. Tönis mehr ist als nur ein Musikverein, macht das neue große Logo in der Cafeteria des Vereinshauses deutlich. Dort sind nicht nur die fünf Orchester namens „Akkzente“, „Stammorchester“, „Hobbyorchester“, „KölschTonis“ und die Mundharmonika-Spieler „Antonis Harmonists“ zu finden, sondern unter anderem auch Wörter wie „Geselligkeit“, „Ausflüge“, „Freizeit“ und „Feste feiern“ zu lesen. „Das sind alles Begriffe, die uns als Verein ausmachen. Neben der Musik passiert nämlich noch viel anderes, und das möchten wir auch widerspiegeln“, erläutert Oliver Schieren das neue Schild, das durch gemeinschaftliche Überlegungen entstanden ist.

Aber es gibt nicht nur Neues, wie der erste Vorsitzende des Akkordeon-Orchesters bei einem Rundgang durch das Vereinsheim verdeutlicht. Die offizielle Wiedereröffnung ist mit einem Frühschoppen gestartet, bei dem sich der Verein in seiner Vielschichtigkeit vorstellt. Das gesamte Haus präsentiert sich in einem frischen Anstrich, und aus dem kleinen Übungssaal ist ein multimedialer Raum mit digitaler Tafel und digitalem Mischpult geworden, der nun ganz andere Möglichkeiten eröffnet.

Große Augen von Seiten der Besucher gibt es bei der Enthüllung der Bildergalerie im großen Saal und im Foyer. Die Tönisvorster Fotografin Ira Ingenpaß hat alle Orchester, deren Dirigenten und den Vorstand an ungewöhnlichen Orten fotografisch festgehalten. Auch alte Bilder sind modern wiederbelebt worden. Dazu kommt in der ersten Etage ein Zeitstrahl, der die Vereinsgeschichte mit Fotos und Texten über die Jahre dokumentiert.

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Aber auch konzeptionell hat der Verein neue Wege beschritten: Im Februar 2019 soll die Samstags-AG anlaufen. Jeden ersten Samstag im Monat sind Kinder und Jugendliche ins Vereinsheim eingeladen, um dort gemeinsam Musik zu machen und sich auszutauschen. „Dafür muss niemand bei uns Mitglied sein. Jeder, der Lust hat, kann einfach vorbeikommen und sein Instrument mitbringen. Es soll Workshops geben und gemeinsam mit den verschiedensten Instrumenten musiziert werden“, sagt Schieren. Auch Interessierte, die noch kein Instrument spielen, können dazu stoßen und einfach einmal in die Musik hinein schnuppern. Sollte jemand Interesse an dem Erlernen eines Instruments haben, dabei ist es egal, welches, hilft der Verein weiter. Möglich macht dies eine neue Kooperation mit der Musikschule „Tommy’s Workshop“ aus Viersen.

Vielfalt Linie ist das Stichwort. Um für Musik zu begeistern, hat das Akkordeon-Orchester in diesem Jahr Musik-AGs an zwei Tönisvorster Grundschulen ins Leben gerufen. Aktuell steht man in Verbindung mit dem Michael-Ende-Gymnasium, und auch die beiden weiteren Grundschulen aus der Apfelstadt sollen im kommenden Jahr mit ins Boot geholt werden. „Wir wollen diese AGs zudem im Umkreis von Tönisvorst anbieten. Interessierte Schulen können sich bei uns melden“, sagt Schieren. Man wolle dem Verein neuen Schwung geben und Akzente setzen, ohne die Traditionen zu verlieren, sagt der Vorsitzende.

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