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Corona: Haus Vorst in Tönisvorst bereitet sich auf Besucher vor

Lockerungen der Corona-Beschränkungen : Haus Vorst bereitet sich auf Besucher vor

In Haus Vorst kehrt nach dem Lockdown der vergangenen Wochen wieder ein Stück Normalität ein: Das Restaurant öffnet am Donnerstag. Der Hotelbetrieb für Touristen folgt eine Woche später.

Die Vorfreude, gemischt mit Anspannung, ist Nannette und Marija Slowick anzusehen. „Wir sind gespannt, wie die Bürger die Eröffnung des Restaurants annehmen werden. Wir haben alles bestens vorbereitet, jetzt sind unsere Gäste gefragt“, sagt Nannette Slowick. Am 14. Mai öffnen die beiden das Restaurant von Haus Vorst wieder, nachdem es wegen der bundesweiten Corona-Verordnungen am 23. März geschlossen worden war.

Zwar mussten die Kunden nicht auf ein Essen von Haus Vorst verzichten, da es seit dem 4. April das Angebot zum Mitnehmen gab, aber der Abholservice ist doch etwas anderes als gemütlich in dem modern elegant eingerichteten Restaurant zu sitzen und zu genießen. Das kann nun ab Donnerstag wieder erfolgen, allerdings mit einigen Änderungen. „Das fängt damit an, dass wie keine Salz- und Pfefferstreuer sowie Essig und Öl auf die Tische stellen. Wer etwas benötigt, erhält dies auf Nachfrage“, sagt Marija Slowick. Vor dem Essen werden heiße Tücher gereicht, um sich die Hände nochmals zu reinigen. „Wir bieten unseren Gästen beim Eintritt ins Restaurant eine Desinfektion der Hände an. Wenn man später essen möchte, ist es sicherlich angenehmer, sich kurz davor nochmals die Hände säubern zu können“, sagt Nannette Slowick. Jeder Gast erhält ein frisches Platzset, das wie die Servietten aus Papier ist und anschließend weggeworfen wird. Sind die Gäste weg, desinfizieren die Mitarbeiter den Tisch, bevor sich die nächsten Gäste daran setzen dürfen.

Geschirr, Besteck und Gläser gehen wie immer nach der Benutzung durch die Industriespülmaschinen, die mit hohen Temperaturen arbeiten und schon vor Corona Bakterien und Viren den Garaus gemacht haben. Das Küchenteam arbeitet wie immer mit Handschuhen, nun kommen noch Mund-Nasen-Abdeckungen hinzu. Die Zahl der Sitzplätze im Restaurant wurde um die Hälfte reduziert, damit die Tische im vorgeschriebenen Abstand zueinander stehen können. Das gilt auch für die Außengastronomie im Innenhof und vor dem Haus.

Beim Betreten und Verlassen von Haus Vorst herrscht ein Einbahnstraßensystem durch zwei Türen, und auch die sanitären Anlagen sind dementsprechend vorbereitet. An etlichen Punkten sind Desinfektionsspender zu finden. Nun muss nur der Betrieb wieder anlaufen. „Wir wissen nicht, wie die Nachfrage sein wird, und bitten daher um Reservierungen, um entsprechend planen zu können“, sagt Nannette Slowick, die sich genau wie ihre Mutter darauf freut, dass wieder ein Stück Normalität einzieht. Den Abholservice wollen die beiden aber nach wie vor anbieten. Sie sind sich sicher, dass es Bürger gibt, die weiterhin lieber auf dieses Angebot zurückgreifen möchten.

Das Hotel von Haus Vorst geht eine Woche später an den Start. Ab dem 21. Mai dürfen in Nordrhein-Westfalen die Hotels wieder für Touristen öffnen. Hotelübernachtungen zu geschäftlichen Zwecken waren in der gesamten Zeit erlaubt. „Das war bei uns auch der Fall. Wir hatten schon in der ersten Woche, in der die Corona-Auflagen griffen, zwei Handwerker bei uns wohnen“, berichtet Marija Slowick. Im Eingangsbereich und auf den Hotelfluren hat das Mutter-Tochter-Team Desinfektionsmittel bereitgestellt, so dass die Gäste mit desinfizierten Händen ihren persönlichen Bereich betreten können. Morgens wird es kein Büfett mehr geben; das Frühstück wird am Tisch serviert. Beim Wechsel eines Hotelzimmers bleibt das Zimmer einen Tag unbelegt, um es intensiv lüften zu können. Zudem wird es gereinigt und desinfiziert.

Eins bleibt allerdings leer, und das ist der Saal. Veranstaltungen darf es noch nicht geben. Dass sich Nannette und Marija Slowick von der Corona-Situation nicht den Mut haben nehmen lassen, zeigt sich nun auch den Besuchern: Mit einer bunten Frühjahrsbepflanzung haben sie dem Ganzen ein Stück weit getrotzt und gezeigt, dass das Haus Vorst weiterhin da ist und sie sich nicht unterkriegen lassen wollen.