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Mensch & Stadt: Auszeichnung für Kinder verschoben

Mensch & Stadt : Auszeichnung für Kinder verschoben

Gleich drei Schulen und eine Kita aus Tönisvorst und Willich gehören zu den 19 Gewinnern beim Wettbewerb „Schule der Zukunft“. Die für den 11. März geplante Auszeicnung wurde jedoch abgesagt.

Die blauen Stellwände im Foyer der Gemeinschaftsgrundschule Corneliusfeld in St. Tönis hängen voller Fotos und Projektbeschreibungen. Da gibt es das Schmetterlingsprojekt, bei dem die beiden ersten Schulklassen je 36 kleine Raupen mit Futter und Häuschen versorgten, die Insekten beim Verpuppen beobachteten und die Schmetterlinge danach in die Freiheit entließen. Es wird von den Projekttagen „Natur und Umwelt“ berichtet, bei dem die Grundschüler klassenübergreifend unter dem Aspekt, was sie selber tun können, um die Natur zu schützen und zu erhalten, aktiv waren. Sie waren auf den Spuren der erneuerbaren Energien, erfuhren, was „Bio“ bedeutet und wie wichtig Wasser ist, und gingen in den Kampf gegen den Plastikmüll. Praktische Arbeiten wie Hilfe bei der Krötenwanderung und Müll sammeln im Rahmen der Aktion „Saubere Apfelstadt“ spiegeln sich ebenfalls in Fotos und Texten wider. Umweltthemen gehören seit vielen Jahren mit zum Schulprogramm.

Seit 2009 nimmt die Grundschule Corneliusfeld zudem an der Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ teil, die immer über drei beziehungsweise derzeit über vier Jahre läuft. „Wir erhalten im Rahmen unserer Teilnahme jetzt zum dritten Mal die Auszeichnung ,Schule der Zukunft’. Darauf sind wir alle, Schüler wie Lehrer, sehr stolz“, sagt Birgit Schindler, die zusammen mit Alexandra Ix federführend die Teilnahme an der Kampagne organisiert.

Aktuell sind es insgesamt 19 Schulen und Kitas aus Krefeld, Mönchengladbach und dem Kreis Viersen, die diese Auszeichnung in Form von Urkunde, Plakette und Fahne am Mittwoch, 11. März, im Vera-Beckers-Berufskolleg in Krefeld erhalten sollten. Der Corona-Virus sorgte aber kurzfristig für eine Absage. Neben der St. Töniser Grundschule geht die Auszeichnung zu einem späteren Zeitpunkt an die Astrid-Lindgren-Grundschule in Schiefbahn und die Kolpingschule Willich. Des Weiteren bekommt die Tönisvorster Kita Villa Gänseblümchen die Ehrung.

Die Schiefbahner Grundschule erhält Urkunde und Co. für das gesunde Frühstück. Jeden Mittwoch können die Butterbrotdosen der Grundschüler der Astrid-Lindgren-Schule getrost daheim bleiben, und das bereits seit vier Jahren. Mittwochs steht in der Pause nämlich das gesunde Frühstück der Grundschule an. Dafür geht ein Team aus Eltern und weiteren ehrenamtlichen Helfern um 8 Uhr in den Einsatz, schmiert Butterbrote und bereitet Obst und Gemüse vor. Hinter dem Ganzen steht der Förderverein, der allen 212 Grundschülern dieses Angebot kostenfrei ermöglicht. Immerhin liegen die Kosten pro Woche bei 92 Euro. Obst und Gemüse liefert ein ortsansässiger Landwirt, das Brot backt ein Willicher Bäcker, und auch der Aufschnitt stammt vom Metzger vor Ort. Der Rest wie Butter und Käse wird in Schiefbahn eingekauft. Aktuell sind zehn Helfer im Einsatz, die, aufgeteilt auf zwei Gruppen, ein über die andere Woche das Frühstück vorbereiten. Die Kinder lernen, wo das Essen herkommt, wie es wächst, wie es verarbeitet wird und dass man essen kann, ohne Berge von Müll zu verursachen.

Für das Team sucht der Förderverein derzeit weitere ehrenamtliche Helfer. Wer bei den Frühstücksvorbereitungen, jeweils mittwochs von 8 bis 9.15 Uhr, mithelfen möchte, kann sich bei Marianne Steinbrink, Vorsitzende des Fördervereins der Astrid-Lindgren-Schule, melden: Telefon 0160 8476709, E-Mail m.hertzer-steinbrink@online.de.

In der Kolpingschule Willich steht das Projekt „Gesunde Ernährung – Fit in den Tag“ im Mittelpunkt. Die Schüler erfahren, was es mit einer ausgewogenen Ernährung auf sich hat, und werden an die Umsetzung herangeführt. Die Kita-Kinder der Villa Gänseblümchen haben sich indes mit ihren Waldfahrten die Auszeichnung gesichert. Zwar verfügt die Kita auch über ein naturnahes Außengelände als Lern- und Erfahrungsort, aber dennoch geht es einmal in der Woche zu einem nahegelegenen Waldstück. Der Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie der Nutzen des Waldes für die Menschen stehen bei den Ausflügen thematisch im Vordergrund. Von der Lupensafari bis zum freien Spiel erhalten die Kinder viele Möglichkeiten, die Waldumgebung kennenzulernen. Der Wald ist nicht nur ein Ausflugsziel, sondern auch ein Lernort. Doch egal, um welches Projekt es sich bei den drei Grundschulen und der Kita handelt: Bei allen lernen die Kinder fürs Leben.