Apfelblütenlauf in Vorst durch die Huverheide

1750 Sportler bei der sechsten Auflage in Vorst : Apfelblütenlauf mobilisiert die Massen

Rund 1750 Sportler gingen am Sonntag an den Start zum sechsten Vorster Apfelblütenlauf durch die Huverheide.

Sie laufen als Letzte ins Ziel ein, doch die Bewunderung der vielen Zuschauer am Wegesrand ist ihnen gewiss: 15 Männer und eine Frau der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst haben die Fünf-Kilometer-Strecke beim Apfelblütenlauf in voller Montur, also im Anzug, mit Helm auf dem Kopf und einer 16 Kilogramm schweren Atemschutzflasche auf dem Rücken, bewältigt. „Wir sind als Team gestartet, um Werbung für die Feuerwehr zu machen und zu zeigen, was wir können“, sagt Jonas Kohnen vom St. Töniser Löschzug, der schon im vorigen Jahr mit einigen Kameraden dabei gewesen ist.

Rund 1750 Läuferinnen und Läufer, so viele wie noch nie, sind in diesem Jahr beim Vorster Apfelblütenlauf gestartet. Das liegt daran, dass es erstmals 250 Startplätze mehr gab. Dennoch waren die Läufe bereits Anfang April ausgebucht. Während die Kleinen die 500 Meter der Bambini-, Kids- und Juniorläufe bewältigten – die jüngste Teilnehmerin ist die zweijährige Sofie – gehen die Jugendlichen und die älteren Läufer auf die Fünf- oder Zehnkilometerstrecke. Alleine 700 Läuferinnen und Läufer stehen, eingeteilt nach Zeitblöcken, beim Fünf-Kilometer-Lauf um 13 Uhr in den Startfeldern.

Darunter sind Bürgermeister Thomas Goßen mit einigen CDU-Parteikollegen, Siegfried Thomaßen, Präsident von Action Medeor, und Menschen aus aller Welt, die für die Flüchtlingshilfe Tönisvorst laufen. Nicht dabei ist WDR-Moderator Dieter Könnes, der wegen einer Achillessehnenverletzung seine angekündigte Teilnahme im letzten Moment doch noch absagen musste und sich, wie schon in den Vorjahren, auf die Moderation der Veranstaltung konzentriert.

Auch die Tönisvorster Feuerwehr machte beim 5-km-Lauf in voller Mantur mit. Beim Apfelblütenlauf machten in diesem Jahr Läufer von 2 bis 77 Jahren mit. Foto: Norbert Prümen (nop)

Nicht nur die Feuerwehrleute machen als Gruppe Werbung für ihre Passion. Auch ein Team von acht Mitarbeitern des Vorster Medikamentenhilfswerks Action Medeor, an dessen Zentrale der Zieleinlauf ist und das von jedem Starter über die Teilnahmegebühr eine Spende in Höhe von fünf Euro bekommt, ist dabei.

Außerdem sind die weiterführenden Tönisvorster Schulen Michael-Ende-Gymnasium und Rupert-Neudeck-Gesamtschule mit insgesamt 250 Jugendlichen am Start. Auch der ASV Süchteln, der Anrather Stautenhof und viele Kinder der St. Töniser Grundschule Hülser Straße, deren Eltern traditionell das Kuchenbüfett spenden, nehmen wieder teil.

Apfelkönigin Melanie I. eröffnete den 6. Apfelblütenlauf. Sie wurde von Moderator Dieter Könnes interviewt. Wegen einer Verletzung lief Könnes nicht mit. Foto: Norbert Prümen (nop)

„Es ist so schön zu sehen, wie viele Läufer mit dem Shirt vom Vorjahr kommen“, findet Annica Schüller, die in ihrer Amtszeit als erste Tönisvorster Apfelkönigin den Apfelblütenlauf ins Leben gerufen hat. Zusammen mit mehr als 50 Helfern ist sie auch in diesem Jahr wieder im Einsatz. Und die Mühe zahlt sich aus: „Das ist ein super organsierter Lauf“, lobt Jörn Strümpel aus Kempen, der als zweiter beim Halbmarathon ins Ziel kommt. Wie schon im Vorjahr, als die 21-Kilometer-Strecke erstmals angeboten wurde, haben die 180 Teilnehmer auch in diesem Jahr um 10 Uhr als erste die Strecke durch die Apfelplantagen bewältigt.

Mit Severino Vega aus Belgien kommt der Sieger mit dreieinhalb Minuten Abstand auf den Zweitplatzierten nach 1:20:52 ins Ziel. Die schnellste Frau ist in diesem Jahr vor Stephanie Lenders aus Kempen (Platz 2) und Johanna Mühlbeyer aus Hamburg (Platz 3) Silke Schneider aus Bonn mit 1:31:11. „Bis auf den gemeinen Gegenwird war das ein ganz toller Lauf“, sagt die Siegerin.

Und auch außerhalb der Laufstrecke hat der Apfelblütenlauf, der längst zum Volksfest geworden ist, einiges zu bieten. So sorgen die Bands „Daydream“ und „4 Good Reasons“ für musikalische Unterhaltung, die Vorster Metzger Kohnen und Helbig kümmern sich um die Verpflegung, der Service Club Round Table liefert die Getränke, einige Organisationen und Vereine informieren über ihr Tun an Infoständen, und für die kleinen Besucher werden auf der Wiese Bogenschießen und Spiele angeboten.

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