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Kommentar: An Lösungen orientiert

Kommentar : An Lösungen orientiert

Der Gutachter zur rettungsdienstlichen Bedarfsplanung im Kreis Viersen hat gute Arbeit abgeliefert. Nicht nur die Kritikpunkte werden deutlich analysiert und aufgelistet, sondern auch gleich Vorschläge gemacht.

Dass dabei die Rettungsbereiche neu zugeschnitten werden, sich an der Schnelligkeit und nicht mehr an kommunalen Gebieten orientieren, ist folgerichtig. Aber was im Gutachten steht, ist nicht Gesetz, sondern eine Handlungsempfehlung. Beschließen müssen die Politiker im Kreis - und es ist der richtige Weg, im Vorfeld die Politiker der betroffenen Kommunen einzubeziehen. Zu Recht rüffelte Heinz Michael Horst, Fraktionsvorsitzender der SPD, Kreisdezernent Heil. Nicht der Kreis sei der "Heilsbringer", vielmehr habe man erfahren müssen, dass der Kreis seit Jahren auf viele Fragen keine Antworten hatte. Der Auftrag zu diesem Gutachten sei von der politischen Ebene ausgegangen. Gut, aber jetzt ist das Gutachten da, und auch der Kreis will Veränderungen in die Wege leiten. Es wäre schön, wenn die Politiker kreisweit weiterhin einig bleiben und an einem Strang ziehen könnten. Denn bisher ist noch gar nicht klar, was die Krankenkassen bereit sind, für die Verbesserungen zu zahlen.

(RP)