Am Neuenhaushof Vorst soll in Richtung Anrath weiter wachsen

Vorst · Neuen Wohnraum für Vorst wollen Politik und Verwaltung im Gebiet Am Neuenhaushof entwickeln.

Auf Beschluss des Planungsausschusses soll die Stadtverwaltung die Idee, im Bereich Am Neuenhaushof in Vorst ein Neubaugebiet zu entwickeln, vorantreiben. Die SPD-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag gestellt. „Das Neubaugebiet Vorst-Nord hat gezeigt, wie hoch der Bedarf an Baugebieten im Ortsteil ist“, erläutert Helge Schwarz, SPD. Außerdem sei das Gebiet Am Neuenhaushof in den Landesplänen als Wohnfläche ausgewiesen, liege zentrumsnah und sei nur zwei Kilometer vom Anrather Bahnhof entfernt.

Die CDU-Fraktion ist dem Antrag gegenüber nicht abgeneigt, findet den Zeitpunkt aber verfrüht. „Wir hatten die Idee ja auch schon mal“, sagt Christiane Tille-Gander (CDU), „aber bevor dort etwas entwickelt wird, sollen zuerst Gespräche geführt werden.“ So gebe es einen traditionsreichen Reiterverein in dem Areal, für den erstmal ein neuer Standort gefunden werden müsse. Auch Jörg Friedenberg von der Stadt weiß, dass das Thema schon älter ist. Tatsächlich habe die Verwaltung auch bereits Gespräche mit einigen Eigentümern geführt, aber: „Wir müssen uns erstmal mit den Umständen beschäftigen.“ Dazu gehörten auch die Landwirtschaft und archäologische Grabungen.

Helge Schwarz bleibt dabei: „Wir halten an unserem Antrag fest. Bis dort der erste Bagger rollt, vergehen Jahre. Da findet sich ein neuer Standort für den Reiterverein.“ Das sieht die CDU im Grunde ganz ähnlich, findet aber, dass der Antrag Unruhe schaffe. „Das wäre zu diesem Zeitpunkt noch nicht nötig gewesen“, ärgert sich Alexander Decher (CDU). Schließlich beauftragt der Planungsausschuss die Verwaltung einstimmig damit, Verhandlungen mit den Eigentümern der in Frage kommenden Grundstücke zu führen und anschließend einen Bebauungsplan für das Gebiet Am Neuenhaushof zu entwickeln.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort