Tönisvorst: 81-Jähriger stirbt nach Raubüberfall

Tönisvorst : 81-Jähriger stirbt nach Raubüberfall

Am Mittwochabend ist ein 81-Jähriger Tönisvorster nach einem Raubüberfall gestorben. Die Polizei verdächtigt vier Personen, die in einem dunklen Auto vom Tatort an der Grenzstraße flüchteten.

Nach Angaben von der Staatsanwaltschaft Krefeld, der Kreispolizei Viersen und der Polizei Mönchengladbach beobachtete ein Anwohner von der Grenzstraße gegen 17.30 Uhr vier Personen, die das Haus seines Nachbarn verließen. Als sie bemerkten, dass sie gesehen worden waren, begannen sie zu laufen. Sie verschwanden hinter einer nahen Straßeneinmündung. Unmittelbar danach hörte der Zeuge einen Wagen mit aufheulenden Motor davonfahren.

Er ging zum Haus seines 81-jährigen Nachbarn und fand diesen bewusstlos im Hausflur. Rettungskräfte brachten den Senioren in eine Krefelder Klinik, wo er wenig später verstarb.

Ermittlungen dauern an

Weil in den Räumen des Hauses einiges auf einen Einbruch hindeutete, ging die Kreispolizei Viersen von einem Gewaltdelikt aus und informierte die Kriminalpolizei Mönchengladbach, die als zuständige Kriminalhauptstelle in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Krefeld die Ermittlungen übernahm.

Zu der genauen Todesursache können die Ermittler erst nach Abschluss Obduktion Angaben machen.

Die Fahndung richtet sich zurzeit auf die vier Personen, die der Zeuge beobachtet hatte. Es handelte sich um drei Männer und eine Frau. Alle waren dunkel gekleidet. Die Frau hatte auffallend lange schwarze Haare. Alle sollen zwischen 20 bis 30 Jahre alt gewesen sein.

Dem Anwohner war zuvor ein in der Nähe des Tatortes parkender Pkw aufgefallen, der in dem Wohngebiet sonst nicht dort steht. Es handelte sich um einen dunklen Mercedes W 202, älteres Baujahr (1990er Jahre, alte C-Klasse, Nachfolgemodell des Mercedes 190). Dorthin waren die Verdächtigen auch gelaufen, als sie sich beobachtet fühlten.

Die Mordkommission "Grenzstraße" unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Mario Eckartz sucht jetzt Zeugen, die weitere Angaben zu den verdächtigen Personen und dem Mercedes machen können. Dazu werden zurzeit auch die umliegenden Anwohner gezielt befragt.

Betroffenheit bei den Anwohnern

Am Tag nach der Tat sind die Nachbarn betroffen. "Das nimmt uns alle sehr mit", sagt eine Frau. Viele kannten den Witwer gut, der ursprünglich aus dem Ruhrgebiet stammte, aber schon lange an der Grenzstraße lebte, zuletzt mit einer neuen Lebensgefährtin. "Als ich nach Hause kam, stand der Krankenwagen schon hier", erzählt Hans-Dieter S.

Wie sich herausstellte, waren die mutmaßlichen Täter nicht zum ersten Mal an der Grenzstraße. "Am Montag ist in dem Eckhaus da vorne eingebrochen worden und Samstag waren die ja schon mal hier", sagt Marga S. und deutet auf den Tatort. Der 81-Jährige soll die Täter noch weglaufen gesehen haben.

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(met)