Tönisvorst: 500 Tönisvorster Schüler demonstrieren fürs Klima

Tönisvorst : 500 Tönisvorster Schüler demonstrieren fürs Klima

Obwohl sie freitags in der ersten Stunde keinen Unterricht haben, erscheint die 7c des Michael-Ende-Gymnasiums am Freitag pünktlich um 8 Uhr im Forum des Schulzentrums. Weitere 500 Schüler sind dort versammelt.

Sie alle wollen zur Klimademo nach Krefeld. „Eure Zukunft ist heute mal wichtiger als die Schule“, sagt Direktor Paul Birnbrich, und es ist dem Schulleiter anzumerken, dass er stolz ist auf das Engagement der Jugendlichen, denen die Teilnahme an der Demo freigestellt war.

Bevor es losgeht, stimmen die Oberstufenschülerinnen Merle Braune und Zoe Kranz die Zuhörer ein. „Lasst Euch nicht von Leuten einschüchtern.“ Bereits am 3. Mai sei in Deutschland der Earth Overshoot Day gewesen, also der Tag, an dem die Bevölkerung mehr Ressourcen verbraucht hat, als im laufenden Jahr nachwachsen können, wissen die Schülerinnen.

„Wir fordern, dass die Bundesrepublik die Ziele des Pariser Klimaabkommens einhält“, sagt Merle. Das klappe aber nur, wenn Deutschland bis 2035 klimaneutral werde, was bedeute, dass der Ausstieg aus der Kohleverbrennung wesentlich früher erfolgen müsse. „Kohleausstieg bis 2030 und 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung bis 2035, sind zwei wichtige Forderungen von fridays for future“, sagt Zoe.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, skandieren die Tönisvorster Jugendlichen später auf ihrem zweistündigen Marsch durch Krefeld, und einige Passanten zollen den Demonstranten Beifall. „Fehlstunden können wir verkraften, den Klimawandel nicht“ und „Früher war der Fisch im Plastik, heute ist das Plastik im Fisch“ steht auf den Plakaten, die die Jugendlichen gebastelt haben und die jetzt in der Schule ausgestellt werden sollen.

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