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23. Rocknacht im Schulzentrum in St. Tönis

St. Tönis : 23. Rocknacht begeistert die Besucher

Für die Auswahl der Bands waren Jeanette Kasper-Feld (22) und Max Schüren (20) zuständig. Und die beiden jungen Leute hatten ein gutes Gespür, schnell das etwa 20-köpfige Orga-Team der Evangelischen Kirchengemeinde überzeugt.

Auch die vielen jüngeren und älteren Besucher waren vom Programm der 23. Tönisvorster Rocknacht am Samstagabend begeistert. Wie beliebt diese Veranstaltung mittlerweile ist, macht die Äußerung von Jeanette Kasper-Feld deutlich: „Etwa 150 Bands dürften sich für ihren Auftritt bei diesem 23. Event beworben haben.“ Sechs Gruppen durften schließlich auftreten.

Es dürften so etwa 550 Besucher gewesen sein, die zur Open-Air-Veranstaltung, die viele Sponsoren möglich gemacht hatten, auf den großen Schulhof ins Corneliusfeld kamen. Rund 250 Karten waren im Vorverkauf weggegangen. „Wir hatten sogar Nachfragen aus Polen und Frankreich“, sagte Diakon und Jugendleiter der evangelischen Gemeinde, Volkmar Büscher. In erster Linie deshalb, weil die australische Band „Mixed Up Everything“ am Ende ihrer Europa-Tournee unbedingt in der Apfelstadt dabei sein wollte. Gerade spielte die Krefelder „Jan Demetry Band“: „Einige von uns haben hier in St. Tönis ihre Kindheit erlebt“, erzählte zwischendurch Sängerin Saskia Demetry. Es war gegen 20 Uhr und noch früh am Abend. Das Publikum war aber schon gut drauf. „Für diese rockige Musik ist man nie zu alt“, ging beispielsweise eine 51-jährige Tönisvorsterin begeistert mit. Auch Bürgermeister Thomas Goßen schaute vorbei. „Auftreten werde ich aber hier nicht, das würde sicherlich das Sicherheitskonzept zum Platzen bringen“, sagte er schmunzelnd.

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Apropos Sicherheit: Diese war bis nach Mitternacht gewährleistet. „Rund 33 Kräfte dürften heute Abend schon zusammenkommen“, meinte Einsatzleiter Tim Eikelberg vom städtischen Ordnungsamt, das mit elf Mitarbeitern vertreten war. Hinzu kamen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Feuerwehr und externes Security-Personal. Ab und zu schaute auch die Polizei vorbei.

Vom tanzbaren Rock über Afro-Beat bis hin zu Rap und Reggae wurden alles mit viel Leidenschaft gespielt. „Paperstreet Empire“ ließen es genauso krachen wie „Lane Netty & the MMA“, „Zeitgeist“ oder zum Schluss „Captain Disco“, die Stücke aus ihrem neusten Album „Nimmerland“ spielten.

Auch die etwa 60 ehrenamtlichen Helfer der Evangelischen Kirchengemeinde hatten an den Getränke- und Imbissständen oder an den Eingangskontrollen genug zu tun. Unter anderem ließen sich Sina, Hannah oder Leonie die Ausweise der jungen Besucher zeigen. Und nur wer älter als 16 Jahre war, erhielt das separate rote Bändchen „Ü16“. Als Hinweis für die Kollegen am Getränkestand, dass sie Alkohol trinken durften. Bis ein Uhr nachts spielte die Musik. Auch Diakon Volkmar Büscher war mit der 23. Tönisvorster Rocknacht zufrieden: „Die Musik war für die jüngeren wie älteren Besucher ein guter Querschnitt.“