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Solingen: Zwischen Tragik und Humor

Solingen : Zwischen Tragik und Humor

Diese Verknüpfung von Tragik und Humor, dazu vier starke Rollen, vor allem die drei Frauenrollen, das sind die Komponenten von „New Electric Ballroom“, dem 2004 uraufgeführten Stück des Iren Enda Welsh, und das sind Komponenten, geradezu ideal für das Ensemble Profan, wie Regisseur Michael Tesch findet. Seine Inszenierung von „New Electric Ballroom“ hat am 23. September um 19.30 Uhr auf der Studiobühne im Theater Premiere.

Neben Tragik und Humor enthält das Stück auch eine Vielzahl absurder Momente, die die Darsteller auf der Bühne ausleben können. Aus einem Stück des Absurden Theaters könnte die Grundhandlung um die beiden gealterten Schwestern Breda und Clara – Paraderollen für Renate Kemperdick und Dajana Berkenkopf – stammen. Die beiden leben einzig und allein im Gedanken an ihre gescheiterte Liebe – und die liegt 40 Jahre zurück. Inzwischen Mitte 60, zurückgezogen von der Welt, erzählen sie ihrer 20 Jahre jüngeren Schwester Ada (Mira Gottfried) immer wieder davon, wie sie ihren großen Schwarm Roller Royce im New Electric Ballroom singen hörten. Beide sind nicht bereit, die selbstgewählte, qualvolle Isolation aufzugeben, ist sie doch ein Überlebensritual geworden. Der einzige Moment der Hoffnung ist das Liebesgeständnis an Ada. Es kommt von Fischhändler Patsy, dem einzigen, der ab uns zu die Isolation der Schwestern durchbricht.

Livemusik auf der Bühne

Trotz der eher düster klingenden Handlung ist „New Electric Ballroom“ ein vielgespieltes Erfolgsstück. „Teilweise gibt es Anklänge ans Volkstheater“, sagte Regisseur Michael Tesch, der seinen Darsteller mit Mutz und Ulf Seiffert auch wieder zwei Livemusiker zur Seite stellt. Neben den starken Frauenrollen hat Uwe Dahlhaus die männliche Hauptrolle übernommen. Gespielt wird das Stück nach der Premiere noch an zwei weiteren Abenden. Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse und in den Bürgerbüros sowie an der Abendkasse, sie kosten 13 Euro.

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25 Jahre Ensemble Profan

Die erste Profan-Inszenierung der Spielzeit ist Auftakt des Jubiläumsjahres des Ensembles, das 2009 sein 25-jähriges Bestehen feiert. Ab kommendem März Jahr sind unter anderem Wiederaufnahmen der Erfolgsstücke „Die Präsidentinnen“ und „Geschlossene Gesellschaft“ im Spielplan. Bereits im Dezember spielen Profan-Darsteller im Stadtensemble Shakespeares „Der Sturm“ für Kinder.

Premiere 23. September, weitere Vorstellungen am 24. und 25. September, Beginn jeweils 19.30 Uhr, Studionbühne.

(RP)