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Solingen: Zwischen Hölle und Himmel

Solingen : Zwischen Hölle und Himmel

Ab dem 29. März zeigt das Gräfrather Museum Baden die Ausstellung „Zwischen Himmel und Hölle“. Sie umfasst Exponate der Sammlung Jürgen Serke sowie Gemälde und Grafiken der Sammlung Dr. Gerhard Schneider.

Schon seit längerer Zeit hat die bedeutende Sammlung zur Exilliteratur des Hamburger Publizisten Jürgen Serke („Die verbrannten Dichter“) als Leihgabe der Wuppertaler Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft im Gräfrather Museum Baden eine Heimat gefunden. Allerdings wurde die Sammlung Serke in der Vergangenheit bisher nur einmal, und das auch nur in einer kleinen Auswahl, in Solingen vorgestellt. Das war im November 2002 und erfolgte im Rahmen des zehnten Forums der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft unter dem Titel „Liebes- und Musengeschichten“.

14 Lebensschicksale stellte Kuratorin Gabriele Uibel vor – an Hand von Erstausgaben, Widmungsexemplaren, Briefen, Fotos, Manuskripten sowie persönlichen Dokumenten der während der NS-Zeit verfemten deutschsprachigen Autoren. „Die Bücher werden endlich einmal so gezeigt, wie es besser nicht sein könnte. Mir gefällt die Ausstellung unglaublich. Hier kann man sinnlich nachvollziehen, was damals gelaufen ist“, zeigte sich Serke begeistert von der Präsentation im Museum Baden.

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Form der Erinnerungskultur

Die Ausstellung 2002 hatte Museumsleiter Dr. Rolf Jessewitsch zusammen mit Hajo Jahn, dem Vorsitzenden der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft konzipiert. Für Jahn war die Präsentation gleichzeitig auch ein Blick in die Zukunft: „Es ist eine andere Form der Erinnerungskultur. Mit der Ausstellung wollen wir gleichzeitig zeigen, was ein Zentrum der verfolgten Künste leisten könnte.“

Einen weiteren Blick in die Zukunft des Museums Baden erlaubte sich Haja Jahn jetzt angesichts der im März 2008 anstehenden Ausstellung „Zwischen Hölle und Himmel. Die Sammlung Jürgen Serke“. Teilte Jahn doch in einer Pressemitteilung mit, dass die von der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft angekaufte Sammlung Serke ab dem 29. März als „Dauerausstellung“ in Solingen zu sehen sein wird.

Zwar ist die Entscheidung bezüglich einer Dauerausstellung noch nicht nicht gefallen, was auch Dr. Jessewitsch bestätigt, zumindestens aber zwei Monate lang (bis 31. Mai) wird die Ausstellung im gesamten Museum Baden zu sehen sein – zusammengefasst in einem Ensemble von Gemälden und Grafiken von zwischen 1933 und 1945 verfolgter Künstler aus der im Museum Baden beheimateten Sammlung Gerhard Schneider zur verfemten Kunst. Ein Ensemble, so Jahn, „wie es in Deutschland bisher nicht zu sehen war“.

Ergänzt durch 250 Fotografien

Ergänzt werden die Exponate der Sammlungen Serke und Schneider zudem von rund 250 Fotografien von Stefan Moses, Robert Lebeck, Christian Irrgang und Wilfried Bauer, die Jürgen Serke auf seinen literarischen Entdeckungsreisen begleitet haben.

Ausstellung „Zwischen Himmel und Hölle“, 29. März- 31. Mai, Museum Baden.

(RP)