Solingen: Zweite Frau in Schule überfallen

Solingen: Zweite Frau in Schule überfallen

Ist es der selbe Täter? Nachdem Donnerstagnachmittag ein bislang Unbekannter im Rathaus eine 44-jährige Reinigungskraft angegriffen sowie sexuell bedrängt hat, wurde nur etwas mehr als eine Stunde später eine weitere Frau Opfer eines ganz ähnlichen Überfalls.

Wie die Polizei erst gestern mitteilte, bedrängte ein Mann eine 59-jährige Putzfrau im Aufenthaltsraum der Gesamtschule Wupperstraße. Auch ihr gelang es, den Täter zu vertreiben.

In der Verwaltung überlegt man derweil, wie man das Personal schützen kann. "Vielleicht helfen Alarmmelder, die die Frauen tragen", erklärte Stadtsprecher Lutz Peters. Und auch Personalrats-Chef Mario Baumgart forderte Konsequenzen. "Solche Alarmgeräte könnten eine Lösung sein", sagte er. Zwar will niemand öffentliche Gebäude "in eine Kaserne verwandeln" (Peters). Doch dass Handlungsbedarf besteht, verdeutlicht vor allem der zweite Fall. Schulen sollen nämlich eigentlich abgeschlossen werden, wenn die Reinigungskräfte die Räume säubern. Eine Anweisung, die aber offenbar am Donnerstag nicht befolgt wurde. Im Rathaus selbst ist ein Zusperren während der Dienstzeiten ohnehin unmöglich — zumal man für die Bürger offen sein möchte. So ließ erst vor wenigen Monaten OB Norbert Feith die Tür zu seinem Bürotrakt wieder aufschließen.

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Die Frau, die im Rathaus attackiert wurde, ist derzeit krankgeschrieben und "kann psychologische Hilfe bekommen", wie Lutz Peters erklärte. Sie beschrieb den Täter wie folgt: 30-35 Jahre, zirka 1,70 Meter. Hinweise unter 0202 284-0.

(RP)