Zöppkesmarkt in Solingen: Pfarrer Reinzhagen hält Rede bei Zöppkesmahlzeit

Zöppkesmarkt-Randgeschichten : Pfarrer Reinzhagen hält Rede bei Zöppkesmahlzeit

Bei der 49. Zöppkesmahlzeit kam eine Spende von rund 34.000 Euro zu Gunsten des Vereins für Kinderstuben zusammen.

(uwv/or) „Wir sind arm, aber sexy. Wir sind Echt.Scharf.Solingen.“ Pfarrer Bernd Reinzhagen gelang am Freitagabend im Clemenssaal bei der traditionellen Zöppkesmahlzeitrede eine Liebeserklärung an die Klingenstadt. Und er hielt eine Rede, die sich „gegen alle Nörgelspitter un Muffzoppe“ wandte.

Denn Reinzhagen weiß: Es gibt so unendlich viel Gutes und Schönes über Solingen zu berichten – trotz Haushaltssperre und Geld, das an allen Ecken fehlt. „Lasst Euch doch nicht bange machen. Vor allem nicht von denen, die immer alles besser wissen, aber selbst keine Ideen haben und sich bequem zurücklehnen und die anderen zappeln lassen“, sagte Bernd Reinzhagen im ausverkauften Clemenssaal.

An all jene Nörgelspitter un Muffzoppe appellierte der Redner: „Hört doch auf, unsere Stadt schlecht zu reden. Wir wachsen. Wir sind attraktiv. Wir sind jung. Wir sind eine Stadt im Grünen, und noch sind wir keine grüne Stadt.“

Reinzhagen hob in seiner Rede auch das starke bürgerschaftliche Engagement in der Stadt hervor: „Es tut sich was in Solingen und vor allem: Viele tun was“, sagte der Walder Pfarrer, der nicht unerwähnt ließ, dass die Wiege Solingens natürlich im Stadtteil Wald liegt. „Villa Walda“ wurde vor 1000 Jahren urkundlich erwähnt. Ein besonderes Jubiläum. Gleichwohl: „Wir sind Merscheider, Walder, Ohligser, Burger, Widderter, Aufderhöher oder kommen aus Mitte – wir alle sind Solingen, weltoffen und einladend“, findet Bernd Reinzhagen.

Und obendrein spendabel: Denn durch die 49. Zöppkesmahlzeit kommt eine Spende von rund 34.000 Euro zusammen. Seit 1971 sind damit rund 1.112.000 Euro für den Verein für Kinderstuben zusammengekommen.

(uwv / or)
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