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Solingen: Zaubernuss in voller Blüte – der Frühling ist da

Solingen : Zaubernuss in voller Blüte – der Frühling ist da

Es riecht nach Frühling, es sieht aus wie im Frühling – und die Natur verhält sich so, als sei Frühling. "Das ist unglaublich", sagt Gerd Eichhorst, Vorarbeiter bei den Garten- und Landschaftsbauern im Team der Technischen Betriebe (TBS), das sich auch um den Botanischen Garten am Vogelsang kümmert. Die Zaubernuss steht bereits in einem leuchtenden Gelb in voller Blüte. "Das ist sechs Wochen früher als sonst", sagt er. An der einen oder anderen Stelle in dem Garten am Vogelsang könnte nach den Worten von TBS-Abteilungsleiter Andreas Wippermann theoretisch sogar schon der Rasen gemäht werden.

Es riecht nach Frühling, es sieht aus wie im Frühling — und die Natur verhält sich so, als sei Frühling. "Das ist unglaublich", sagt Gerd Eichhorst, Vorarbeiter bei den Garten- und Landschaftsbauern im Team der Technischen Betriebe (TBS), das sich auch um den Botanischen Garten am Vogelsang kümmert. Die Zaubernuss steht bereits in einem leuchtenden Gelb in voller Blüte. "Das ist sechs Wochen früher als sonst", sagt er. An der einen oder anderen Stelle in dem Garten am Vogelsang könnte nach den Worten von TBS-Abteilungsleiter Andreas Wippermann theoretisch sogar schon der Rasen gemäht werden.

Viele Menschen erwärmen sich für diesen Winter mit seinen milden Temperaturen und so manchen schönen Sonnentagen. Dies lockt ins Freie. Doppelt so viele wie sonst im Januar besuchen den Botanischen Garten; und die Menschen sind viel gelassener. "Die Frühlingsstimmung ist da", sagt Gerd Eichhorst. Er kann sich nicht erinnern an einen derartigen Frühstart der Natur: Es sieht mitunter so aus wie im März. Haselnuss-Sträucher blühen bereits auf, und selbst Rosen stehen noch immer in Blüte samt kräftiger grüner Blätter.

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Nur einen einzigen Winterdienst-Einsatz hatte der städtische Räumdienst bislang: Nikolaus, Anfang Dezember. Das war ein kurzes Intermezzo.

Vergleicht man die Tageshöchsttemperaturen der letzten Jahre, gab es nicht einmal ansatzweise einen ähnlich warmen Januar; annähernd acht Grad beträgt der Unterschied zwischen den Maximalwerten im Januar 2013 und 2014. Phasenweise wurden sogar deutlich über zehn Grad gemessen.

Norbert Schwarz betreibt die Voliere im Botanischen Garten. Auch hier herrscht zwitschernde Frühlingsstimmung. Wellensittiche haben sogar schon die ersten Eier gelegt.

Ökologe Frank Sonnenburg überrascht das nicht. Ein Kollege, mit dem Sonnenburg in der Biologischen Station am Vogelsang zusammenarbeitet, hat ihm in diesen Tagen ein Foto vom Stiehls Teich in Ohligs geschickt: Dort sonnt sich doch glatt eine Wasserschildkröte und reckt den Hals in wärmende Sonnenstrahlen — ein kleines Naturschauspiel. Denn normalerweise bleiben die Tiere als Schutz vor der Winterkälte bis März, April versteckt im Boden.

Den ersten Buntspecht hat Ökologe Sonnenberg ebenfalls schon trommeln gehört. Auch Misteldrosseln singen bereits. Kein Wunder, sagt er. Bei diesem Frühlings-Winter kommen sie in eine Brut- und Gesangstimmung. Sonnenburg geht allerdings davon aus, dass die im Bergischen heimischen Vögel in der freien Natur derzeit noch nicht auf die kühne Idee verfallen, tatsächlich schon die ersten Eier ausbrüten zu wollen.

(RP)