Solingen: Zauberhaftes Lichterfest im Gräfrather Ortskern

Solingen : Zauberhaftes Lichterfest im Gräfrather Ortskern

Der Lichterzauber in Gräfrath wurde bei herrlichem Wetter zum einzigartigen Straßenfest. An vielen Spielstätten im gesamten Ortskern wurde musiziert, rezitiert, gesungen und gemalt, dazu hatten sämtliche Läden und alle Ateliers geöffnet, und boten eigene Aktionen an. Schon gegen 18 Uhr starteten die Veranstaltungen, mehr und mehr Besucher kamen auf die Flaniermeile. In vielen Ecken des Stadtteils, um die beiden Kirchen oberhalb und am Fuße der Klostertreppe sowie im Klingenmuseum war etwas los. Später verwandelten unzählige Lichter das wunderschöne Ambiente des historischen Ortskerns in eine traumhafte Landschaft.

Die Partyzone zog sich von der abgesperrten Straße In der Freiheit bis zum Marktplatz. Alle Lokale waren gut besucht, und auch in der Außengastronomie blieb kein Platz an den Tischen unbesetzt. Erinnert wurde beim Lichterzauber auch an den berühmten Gräfrather Arzt Friedrich Hermann de Leuw, vor dem historischen Haus des Augenarztes spielte Erwin Paech unplugged Soul und Pop, und später begeisterte an gleicher Stelle der Saxofonist Marius Trapp.

Besonderer Höhepunkt: Gräfrather Künstler und Mitarbeiter des Lichterzaubers 2017 gestalteten phantasievolle "Lichttüten" mit Gräfrather Motiven und pfiffigen Sprüchen, die es preiswert zu kaufen gab. Jede Tüte ist ein Unikat. Besonders farbenprächtig bemalt waren diese im Atelier der Künstlerin Heike Buschkotte-Leichsenring. In der evangelischen Kirche am Markt gab es im Reformationsjahr verständlicherweise ein Zitat von Martin Luther auf der Tüte.

Sehr gefragt waren auch die halbstündigen Taschenlampenführungen durch das Deutsche Klingenmuseum. Musikalisch wurde gegen 21 Uhr auf dem Markt die Dämmerung begrüßt. Die Chorgemeinschaft Aufderhöhe sang Beethovens "Klänge der Freude", die Sängerinnen und Sänger brachten auch weitere Lieder zu Gehör. Höhepunkte waren natürlich die beiden Lichtshows. Um 21.40 Uhr begeisterte die Lasershow zur Musik des Films "Amelie" und zu Tschaikowskys Ballettmusik "Schwanensee", um 22.30 Uhr erstrahlte die Lichtshow zur Musik von Pink Floyd. Es blieb noch lange lebhaft im historischen Städtchen an diesem Abend.

(wgü)
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