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Solingen: Zahlreiche Unfälle auf spiegelglatten Straßen

Solingen : Zahlreiche Unfälle auf spiegelglatten Straßen

Der erneute Wintereinbruch sorgte gestern Morgen für Staus in der Stadt. Busse konnten teilweise gar nicht fahren, der Winterdienst hatte mit Eis auf den Straßen zu kämpfen. Die Stadt bestellt nun Salz nach.

Die böse Überraschung erwartete viele Solinger auf dem Weg zur Arbeit. Nachdem es in der Nacht zu gestern einen erneuten Wintereinbruch mit heftigem Schneefall gegeben hat, ging am Mittwochmorgen im Berufsverkehr teilweise nichts mehr. Auf vielen Straßen stauten sich die Autos.

Auch die Autobahnen rund um die Klingenstadt waren betroffen. Vor allem auf der A 3 kam es zu massiven Behinderungen. Die Polizei zählte bis zum Vormittag acht Glätteunfälle in der Stadt. In Meigen stellte sich ein Lkw quer. Der Winterdienst kam mit dem Streuen der Straßen kaum nach.

"Dieses Mal waren die Schneefälle schlimmer", sagte Alexander Herpich von den Technischen Betrieben Solingen am Mittag. Wie üblich waren er und seine Kollegen am frühen Morgen ausgerückt. Doch während in diesem Winter bislang nur Pulverschnee fiel, der sich leicht wegschaffen lässt, machte gestern nasser Schnee den Männern zu schaffen.

Das Problem: Wenn Autos über diesen Schnee rollen, wird Wasser zur Seite gepresst — und schnell bildet sich auf den Straßen eine gefährliche Eisschicht. Dementsprechend schwer tat sich der Winterdienst. Erst gegen Mittag waren die Hauptverkehrsstraßen so weit geräumt, dass auch andere Strecken angefahren werden konnten.

Zuvor zog sich die Blechlawine nur langsam durch die City. Das hohe Verkehrsaufkommen, vereiste Straßen und rote Ampeln ließen das Vorwärtskommen zum Beispiel von der Schützenstraße über die Goerdelerstraße bis zum Schlagbaum gegen 8 Uhr gestern Morgen zur Geduldsprobe für die vielen Berufspendler werden.

Auch Busse hatten bereits ab 4.30 Uhr in der Frühe mit argen Problemen zu kämpfen. "Die Strecke Höhscheid/Brockenberg konnte zu diesem Zeitpunkt nicht befahren werden", sagte eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe. Schwierigkeiten gab es zudem auf der Mummstraße in der City, die 696 Richtung Katternberg konnte die Fontanestraße nicht anfahren.

"Um 5.30 Uhr hatte sich ein Bus in der Hasseldelle festgefahren, nach 6 Uhr war es im Bereich Wald ebenfalls kritisch", so die Sprecherin. Verspätungen bis zu 20 Minuten für das gesamte Netz seien die Folge gewesen. Gegen 11 Uhr habe sich die Lage aber normalisiert.

Zu diesem Zeitpunkt begann auch der übrige Verkehr, wieder zügig zu fließen. Vor allem zwischen 6 und 9 Uhr war das noch anders gewesen. Die Polizei wurde zu zahlreichen Unfällen gerufen. "Meist gerieten Autos ins Rutschen und prallten gegen andere Fahrzeuge", sagte eine Polizeisprecherin. Glücklicherweise wurde aber niemand verletzt. Es blieb bei Sachschäden in Höhe von insgesamt 10 000 Euro.

Da nach dem erneuten Wintereinbruch die Salzlager der Stadt relativ leer sind, wird das Rathaus nun noch einmal Streumaterial nachbestellen. "Bislang haben wir in diesem Winter 12 000 Tonnen Salz verbraucht", sagte eine Stadtsprecherin. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren gestalte sich das Nachbestellen diesmal aber nicht schwierig. "Es ist genug Salz am Markt vorhanden", so die Sprecherin.

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(RP/rl)