Solingen: Witzheldener wehren sich weiter gegen Windräder

Solingen: Witzheldener wehren sich weiter gegen Windräder

Es gibt nur knapp 500 Unterschriften für eine Petition gegen Windräder auf der Stadtgrenze Witzhelden/Solingen.

1000 Unterschriften für eine Petition gegen die Errichtung von zwei Windkraftanlagen wollten Hermann Terjung und Sibille Hanenberg (FW UWG) bis zum Wochenende zusammen bekommen. Knapp 500 haben aber nur unterschrieben. Für Terjung kein Grund, den Kampf gegen die Windräder aufzugeben: "Der Gegenwind bläst weiter, wir geben nicht auf", kündigt der Fraktionsvorsitzende an. Auch mit 500 Unterschriften sei dokumentiert, dass die Windräder an dieser Stelle nicht gewollt seien.

Die im Internet zur Petition gesammelten Unterschriften werden jetzt der Arge Bergwind weitergeleitet, kündigt Terjung an. "Natürlich werden auch die Stadtverwaltungen in Solingen und Leichlingen in Kenntnis gesetzt, dass der Widerstand aus dem Höhendorf keineswegs nachlässt."

Im Herbst soll laut Terjungs Information im Solinger Stadtrat erneut über das Vorhaben der Arge Bergwind beraten werden: "Wir bleiben dran", kündigt der Politiker erhöhte Wachsamkeit aus dem (kämpferischen) Höhendorf an. Denn schließlich würde ein gar nicht so geringer Teil der Bevölkerung, keineswegs nur in Brachhausen, sondern im gesamten Wohngebiet nördlich der L 294 erheblich beeinträchtigt, wenn die Windräder gebaut würden.

Mit der Unterschriftensammlung ist auch ein Petitionstext verbunden. Darin heißt es unter anderem: "Die Windräder haben eine Nabenhöhe von 150 Metern und eine Rotorblattlänge von 50 Metern, in der Spitze eine Gesamthöhe von 200 Metern - der Kölner Dom ist ,nur' 157,38 Meter hoch. Die riesigen Windkraftanlagen sollen in einem Abstand von nur etwa 600 Metern zur vorhandenen Wohnbebauung errichtet werden. Die Windräder sind an dieser Stelle mit ihrem Lärm und ihrem Erscheinungsbild in der bergischen Naherholungslandschaft eine unzumutbare Beeinträchtigung der Wohn-und Lebensqualität der Menschen in Witzhelden", schreiben Terjung und Hanenberg. Sie bitten die Arge Bergwind im Namen der Anwohner, keine Windkraftanlagen im Norden Witzheldens im Bereich der Sengbachtalsperre zu errichten. Die geplanten Anlagen würden erheblichen Schaden im Siedlungs- und Naherholungsgebiet Witzhelden/Sengbachtalsperre anrichten. "Dort wird die Lärmbelästigung nicht akzeptabel sein. Die Wohn- und Lebensqualität sinkt und damit einhergehend auch die Immobilienpreise", befürchtet die Initiative gegen die Windräder.

(RP)
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