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Werwolf-Blitzer in Solingen geht Ende November in Betrieb

Großkreuzung in Solingen-Mitte : Werwolf-Blitzer geht Ende November in Betrieb

Die Überwachung soll Ende November und Rotlicht-Sünder erwischen starten. Ein positiver Nebeneffekt: Schon jetzt fahren viele Verkehrsteilnehmer langsamer.

Seit ein paar Wochen steht die silberne Stele an der Kreuzung Werwolf in der Solinger Innenstadt. Und nach der Beobachtung mancher Verkehrsteilnehmer erfüllt die neue Blitzeranlage schon jetzt ihren Zweck. „Es ist ganz eindeutig, dass viele Autofahrer seit kurzem erheblich langsamer fahren“, sagte in dieser Woche beispielsweise ein Mann, der fast täglich an der großen Kreuzung am Südrand der City vorbeikommt.

Dabei geht von dem Rotlicht-Blitzer einstweilen noch gar keine „Gefahr“ aus. Denn wie die Stadtverwaltung in dieser Woche mitgeteilt hat, laufen im Augenblick noch die vorbereitenden Maßnahmen für die Inbetriebnahme der Anlage, die wiederum für Ende November vorgesehen ist.

„Unter anderem muss die Anlage vor einer Inbetriebnahme geeicht werden“, sagte jetzt eine Rathaus-Sprecherin, die auf Anfrage zudem betonte, der Blitzer werde ausschließlich die Einhaltung der Rotlicht-Regeln überwachen. „Eine Geschwindigkeitsmessung wird es mit dem Blitzer nicht geben“, versicherte die Sprecherin.

Damit entspricht die Verwaltung den politischen Vorgaben. So hatte der Solinger Stadtrat bereits im Dezember 2018 dafür votiert, den bisherigen Unfallschwerpunkt Werwolf mit Hilfe einer Rotlicht-Überwachung sicherer zu machen. Gleichwohl ging die Diskussion nach der Entscheidung noch eine ganze Weile weiter.

Denn nachdem bekannt geworden war, dass die neue Anlage gegebenenfalls auch Temposünden messen kann, wollte ein Teil der Politik auch diese Option nutzen. Allein, eine Mehrheit kam nicht zustande. Weswegen die Blitzeranlage zukünftig lediglich dann „zuschlägt“, wenn jemand trotz roter Ampel in die Kreuzung einfährt.

Experten gehen davon aus, dass der Blitzer schon bald nach der Inbetriebnahme seinen Zweck erfüllen wird. Erfahrungsgemäß merken sich nämlich vor allem solche Autofahrer, die es sonst mit dem Befolgen von Regeln nicht so genau nehmen, ziemlich schnell die Standorte von Überwachungen – und passen ihr Verhalten an. Sollte die Anlage zudem für geringeres Tempo sorgen, würde dies aus Sicht mancher Verkehrspolitiker ein angenehmer Nebeneffekt sein.