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Solingen: Wer rastet, der rostet

Solingen : Wer rastet, der rostet

Fit im Alter muss kein Widerspruch sein. Deshalb veranstaltete der Seniorenbeauftragte der Stadt Solingen und der Stadtsportbund zum vierten Mal einen Seniorenaktionstag in der Walder Jahnkampfbahn.

So mancher untrainierte Mittdreißiger wäre gestern im Walder Stadion an seine Grenzen gelangt. In insgesamt fünf Disziplinen übten sich die 30 Senioren in einem Spaßparcours. Und stellten dabei eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. „Sport führt dazu, dass man auch im höheren Alter weiterhin viele Dinge selbstständig tun kann“, erklärte Sportmediziner Dr. Stefan Redlin. Noch bevor sich die Senioren in der Jahnkampfbahn aktiv ans Werk machten, lauschten sie einem Vortrag des Kardiologen zum Thema: „Wer rastet, der rostet“.

In verschiedenen Gruppen beteiligten sich die Aktionstagteilnehmer anschließend am Parcours. Ob nun beim Dreibeinlauf, bei dem jeweils zwei Teilnehmer an einem Bein zusammengebunden wurden und eine Runde über den Rasen zu drehen hatten, beim Kuhmelken auf Zeit oder beim Bahnengolfen; Bewegung wurde gestern im Walder Stadion groß geschrieben. Denn wer wollte, konnte auch das Deutsche Sportabzeichen ablegen.

„Dieses Angebot richtet sich speziell an ältere Solinger. Auf diese Weise möchten wir die Teilnehmer auch über die Aktion hinaus an den Sport führen“, sagte Seniorenbeauftragter Peter Reisener. Längst haben sich aus dem Seniorenaktionstag verschiedene Kursangebote des Stadtsportbunds entwickelt.

Klaus Schwalfenberg ist aktiver Sportler. Gestern bediente er eine Schleuder, um zielgerecht Wasserbomben in ein von weiteren Teilnehmern gehaltenes Tuch zu befördern. „Ich habe schon immer Sport getrieben und werde das auch weiterhin tun. Jetzt, da ich Rentner bin, fällt es mir sehr viel leichter, da ich noch mehr Zeit habe“, machte der 64-Jährige deutlich. Auch im Verein engagiert sich der ehemalige Handballer.

Auf eine langjährige sportliche Karriere kann auch Josef Hein zurückblicken. „Diese Übungen hier stellen zwar keine allzu große Anstrengung dar, bedürfen aber einer enormen Geschicklichkeit“, freute sich der 76-Jährige. Der ehemalige Handball- und Tennisspieler strebt noch in diesem Jahr die Erlangung des Sportabzeichens an: „Ich mache das Abzeichen jedes Jahr, es wäre bereits das 58. Mal für mich“, machte der Rentner deutlich. Auch im Alter möchte der Solinger nicht auf den geliebten Sport verzichten: „Denn das wirkt sich ja auch gesundheitlich sehr positiv aus. Wenn man regelmäßig trainiert, dann hat man auch keine allzu großen Probleme.“

(RP)