Solingen: Weniger Händler – mehr Fabrikate

Solingen: Weniger Händler – mehr Fabrikate

Im Jahr nach der Abwrackprämie hofft die Kfz-Branche, durch die 40. Auflage der Solinger Autoschau Kaufanreize schaffen zu können. Die Innung befürchtet einen Rückgang bei den Neuwagenverkäufen von 15 Prozent.

Im Jahr nach der Abwrackprämie geht der Automobilhandel von einem Rückgang der Verkaufszahlen um rund 15 Prozent aus. "Das bedeutet für Solingen rund 800 Neuwagenverkäufe weniger", erklärte gestern der Obermeister der Kfz-Innung, Ernst-Robert Nouvertné, mit Blick auf ein "Normaljahr", in dem in der Klingenstadt etwa 5500 Pkw und Kombis verkauft werden.

"Gas geben und Kaufanreize schaffen" will die Kfz-Branche deshalb mit der 40. Auflage der Solinger Autoschau, die am 13./14. März im Theater und Konzerthaus über die Bühne geht. 21 Aussteller, darunter auch drei Motorradhändler, stellen dort 138 Fahrzeuge im Innen- wie im Außenbereich vor. Vom knapp 50 Kubikzentimeter Kymco-Roller bis zum 4806 Kubikzentimeter großen Porsche Panamera. Nach der Premiere auf dem Genfer-Automobilsalon wird auf der Solinger Autoschau erstmals in Deutschland der Audi-A 8-4.2 TDI präsentiert, mit knapp 128 000 Euro das teuerste Fahrzeug der Autoschau.

Strukturwandel

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Die Kfz-Branche befürchtet in diesem Jahr nicht nur weniger Neuwagenverkäufe, sie ist auch weiterhin mitten drin im Strukturwandel. Zählte die Solinger Autoschau in der Spitze schon 36 Aussteller beziehungsweise Pkw-Händler, so sind es diesmal lediglich 18 der Kfz-Innung angeschlossenen Betriebe. "Das ist dem Strukturwandel geschuldet", weiß der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Roland Westphal. Viele große Namen einstiger Autohändler in der Stadt seien verwunden. "Und der Strukturwandel geht weiter", schätzt Ernst-Robert Nouvertné. Denn während es im vergangenen Jahr pro Unternehmen 2,3 Betriebe gab, soll diese Zahl 2015 auf vier Betriebe pro Unternehmen ansteigen. "Die Konzentration nimmt immer stärker zu", weiß der Obermeister der Kfz-Innung.

Darunter hat aber die Marken-Vielfalt nicht gelitten. 25 verschiedene Fabrikate werden bei der Autoschau zu sehen sein, die laut Roland Westphal bundesweit einzigartig ist. Darunter Neuheiten wie der Megane Sport (Renault), Nissan-Cube, VW-Tuareg, oder der Opel Astra J.

Neben Autos und Motorrädern gibt es Info-Stände. Ein Fahrrad- und ein Formel-1-Simulator sind vor Ort, die Kfz-Innung und das List-Berufskolleg werben für die Ausbildungen zum Service-Mechaniker, Kfz-Mechatroniker und Automobilkaufmann. Darüber hinaus gibt es Verlosungen, ein Gewinnspiel-WM-Tickets (Hyundai) und eine Kinder-Hüpfburg.

(RP)