Solingen: Weitere Spenden für das Galileum benötigt

Solingen : Weitere Spenden für das Galileum benötigt

Zwar hat die Landesregierung die Fördermittel für das Planetarium bewilligt. Das Geld fließt aber nur, wenn die künftigen Betreiber bis Anfang Dezember weitere rund 200 000 Euro aufgebracht haben.

Das Ziel ist zum Greifen nah, aber eine hohe Hürde steht noch im Weg: Wenn die Walter-Horn-Gesellschaft als Betreiber der Sternwarte die rund 900 000 Euro an Eigenmitteln für den Bau des Galileums nicht in Kürze nachweisen kann, fließen die vom Land zugesagten Mittel aus der Städtebauförderung schlicht an der Klingenstadt vorbei. "Dann sehen wir davon keinen Cent", warnt auch Dr. Frank Lungenstraß, Geschäftsführer der Sternwarte.

Die hat durch Spenden und eigene Aufwendungen 700 000 Euro zusammengetragen. 20 Prozent der Baukosten für das Planetarium, also rund 900 000 Euro, muss die Walter-Horn-Gesellschaft übernehmen. Zwar teilen sich bei vergleichbaren Projekten in der Regel Initiator und Kommune diesen Anteil. Angesichts der kritischen Haushaltslage schied die Stadt als Mitfinanzierer jedoch aus. "Es gibt die Aussage, dass möglichst Anfang Dezember bekannt sein soll, über welche Mittel wir verfügen", sagt Frank Lungenstraß. Deshalb wirbt der Verein um weitere Spenden für das Planetarium, dass 2016 im stillgelegten Kugelgasbehälter an der Tunnelstraße eröffnet und zum wichtigen Anziehungspunkt in Ohligs werden soll.

"Stern-Taler - ein Euro für das Galileum Solingen", heißt das Motto einer Aktionswoche vom 8. bis 16. November. Mindestens 155 000 Euro - also im Schnitt einen Euro von jedem Solinger Bürger - wollen die Betreiber der Sternwarte in dieser Phase einnehmen. Unterstützer können per SMS einen Euro spenden oder täglich von 8 bis 20 Uhr telefonisch unter & 23 24 25 ihre Zusage geben. Spenden sind aber natürlich auch darüber hinaus möglich und erwünscht. "Wir sind auch mit diversen Firmen im Gespräch, aber noch gibt es bei einigen eine gewisse Unsicherheit", räumt Lungenstraß ein. Schließlich wolle niemand größere Beträge zusichern, ohne zu wissen, ob das Projekt wirklich zustande komme.

Für den Bau des Planetariums, dass zu den drei größten in Nordrhein-Westfalen gehören würde, kämpfen die Mitglieder der Walter-Horn-Gesellschaft seit sieben Jahren. "Uns geht es ein bisschen wie Ludwig II. in Bayern, der für seinen Traum von einem Schloss lange belächelt würde", sagt Lungenstraß und fügt hinzu: "Aber was wäre Bayern heute ohne Schloss Neuschwanstein ?"

SMS-Spende unter dem Kennwort "Galileum" an 81 19 0.

(ied)