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Solingen: Walder Stadtpark wird zu wenig genutzt

Solingen : Walder Stadtpark wird zu wenig genutzt

Für die Walder CDU-Chefin Rita Pickardt schlummert die Grünanlage im Zentrum des Stadtteils im Dornröschenschlaf. Weiteres Problem: Zugänge sind nicht richtig zu erkennen, viel zu dicht stehen die Büsche und versperren Sichtachsen.

Der Walder Stadtpark ist beliebt. Allerdings an diesem Vormittag nur bei Hundefreunden, die ihren treuen Hausgenossen Gassi führen. Ob die Vierbeiner hinter einem der dichten Büsche dann ihr Geschäft erledigen, ist nicht zu erkennen.

Anlaufpunkt ist der historische Park im Zentrum des Stadtteils an diesem sonnigen Tag aber ebenso für drei Männer auf der Bank am zugewachsenen Weg vor der Konzertmuschel, eine dunkle Stelle mit dichtem Blätterdach. Dies freilich ist eine Ecke der Grünanlage, um die man am liebsten einen weiten Bogen macht — vor allem abends.

Rita Pickardt sieht Handlungsbedarf. "An manchen Stellen ist der Stadtpark ein Angstraum", sagt die Walder CDU-Chefin. In der Bezirksvertretung (BV) Wald hatten es sich die Ortspolitiker nun auf die Fahnen geschrieben, mehr aus den Möglichkeiten der grünen Oase hinter dem alten Rathaus zu machen. Der Stadtpark, hieß es in der jüngsten BV-Sitzung, sei doch ein Pfund, mit dem Wald durchaus wuchern könne. Groß sind derzeit die Bemühungen — auch mit Unterstützung der Geschäftsleute des Walder Werberings —, die Fußgängerzone im Rundling mit den benachbarten Läden und den Stadtteil insgesamt besser zu präsentieren. Die Verbindung zum attraktiven Stadtpark ist durchaus gegeben.

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Für Rita Pickardt schlummert die Grünanlage mit dem Spielplatz samt Streetball-Korb für Jugendliche an der östlichen Seite des Parks derzeit jedenfalls im Dornröschenschlaf. Akutes Problem: Viel zu dicht stehen die Büsche und versperren Sichtachsen. Nach ihren Worten sind außerdem die Eingänge in den Stadtpark wenig einladend.

Der Hauptweg vom alten Rathaus zur Dültgenstaler Straße beispielsweise werde als solcher gar nicht wahrgenommen, sagt die Ratsfrau. Auch den Zugang vom neuen Biergarten am Stadtsaal finden wegen des viel zu dichten Bewuchses wohl nur Eingeweihte.

Hier müsste etwas passieren, betont Pickardt. "Dieser Eingang ist nicht erkennbar." Mit Stadtsaal- und Biergartenwirt Andreas Heibach lasse sich gewiss über eine bessere Lösung sprechen, sagt Pickardt. Um mehr Leben in den Stadtpark zu holen, könnte sie sich eine Boule-Anlage vorstellen, sommerliche Konzerte von Kinderchören und der Musikschule in der Konzertmuschel. Für Fitness-Sport im Freien wäre der Stadtpark ebenfalls ideal: "Warum trifft sich hier keine Gymnastikgruppe?"

Antrag der CDU für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung ist jedenfalls die Überprüfung des Pflegestandards. Der Vorstoß zielt in die Richtung, dass sich die Stadt einem Park doch intensiver zuwenden müsse als einer einfachen Grünanlage.

Zudem beantragen die Christdemokraten, die Haltestelle "Wald Mitte" auf der Friedrich-Ebert-Straße in "Walder Stadtpark" umzubenennen, um diesen stärker ins Bewusstsein zu rücken.

(RP)