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Solingen: Walder Kirche feiert mit ihren Unterstützern

Solingen : Walder Kirche feiert mit ihren Unterstützern

Ende 2017 wird die Denkmalstiftung Walder Kirche das Renovierungsdarlehen für das Gotteshaus ablösen - zwei Jahre früher als geplant. Das will sie am kommenden Freitag feiern.

Kaum ist ein Ziel erreicht, blicken die Mitglieder der Denkmalstiftung Walder Kirche schon wieder nach vorne: Das Darlehen in Höhe von umgerechnet 462.000 Euro, das ihnen der Kirchenkreis noch zu D-Mark-Zeiten gewährte, können die Bewahrer des evangelischen Gotteshauses zum Ende des Jahres vollständig tilgen - und zwar nach 18 statt der vorgesehenen 20 Jahre. Ein Grund, sich darauf auszuruhen, ist das aber offenbar nicht. "Bei einem Denkmal hat man schließlich immer etwas zu tun", sagt Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, Vorsitzender der Stiftung.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends hatten die Sanierung der Außenfassade und Arbeiten im Inneren der Kirche Zeit und Geld gekostet, in näherer Zukunft steht zum Beispiel die Umrüstung der Kirchturmbeleuchtung auf LED-Technik auf dem Programm. Außerdem soll im Turmzimmer eine Heizung installiert werden. "Dieser wunderschöne Raum war bisher nur eingeschränkt nutzbar, weil es gerade im Winter einfach sehr kalt ist", sagt Müller-Stöver. Und wenn der weithin sichtbare Turm des Gotteshauses in zwei Jahren seinen 1000. Geburtstag feiert, will ihm die Stiftung einen neuen Innenanstrich schenken.

Am kommenden Freitag jedoch wollen die Mitglieder der 1999 gegründeten Denkmalstiftung erst einmal ihre bisherigen Erfolge feiern - und mit einer Veranstaltung in der Kirche den zahlreichen Unterstützern aus der Bürgerschaft danken. Rund 70 Fördermitglieder tragen mit jährlichen Beiträgen zwischen 50 und 1000 Euro zur Instandhaltung des Bauwerks bei. Hinzu kommen noch Spender im Rahmen einer Mailing-Aktion, die Mitglieder der Stiftung mit ihren Jahresbeiträgen, eine ganze Reihe an Sponsoren und die Käufer der beliebten Schneekugel. Das von Guido Rohn kreierte Schmuckstück mit Motiven aus dem Stadtteil erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit auf dem Weihnachtsmarkt am Fuße der Kirche. "Allein sie hat uns Einnahmen in Höhe von 25.000 Euro eingebracht", erklärt Ursula Wallbraun, Schatzmeisterin der Stiftung.

Die Gäste sollen beim Festakt unter dem Motto "Das Ziel ist erreicht und es geht weiter" unter anderem Wissenswertes über die Geschichte des Gotteshauses erfahren. Das war einst ein Geschenk des Deutzer Bischofs gewesen und vereint wie andere Kirchen verschiedene architektonische Stilrichtungen: Die Haube des Glockenturms etwa erhielt ihre aktuelle Form 1746 im Barockzeitalter. Das heutige Kirchenschiff wurde wiederum im frühen 19. Jahrhundert in klassizistischer Bauweise errichtet.

Neben Vorträgen warten auch ein Film, Musik und ein abschließender Plausch mit Wein und Brezeln auf die Gäste. Willkommen sind übrigens nicht nur jene, die für die Kirche spendeten oder ihre Sanierung anderweitig unterstützten, stellt Pfarrer Bernd Reinzhagen ausdrücklich klar: "Es wird ein Fest für alle sein, die kommen wollen."

(ied)