Bergische Volleys: Volleys bleiben am Tabellenende

Bergische Volleys : Volleys bleiben am Tabellenende

Der Volleyball-Erstligist verliert auch sein viertes Spiel mit 0:3. Am Mittwoch geht es im Pokal nach Kiel.

Hängende Köpfe gab es am frühen Sonntagabend etwa 550 Kilometer von Solingen entfernt. Der Grund: Die Spieler der Bergischen Volleys schlichen auch im vierten Erstligaspiel gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen als Verlierer vom Feld. In großen Teilen hatten sie zwar ein ausgeglichenes Spiel gestaltet, leisteten sich in jedem Satz aber unerklärliche Schwächephasen und luden den Gegner förmlich zum Sieg ein. Am Ende hieß es erneut 0:3 (17:25, 23:25, 22:25).

"Wir haben wieder keinen Satz geholt. Das ist natürlich bitter", sagte Co-Trainer Oliver Gies nach der Partie in Brandenburg. Angereist war das Team bereits am Samstag, so dass die Spieler am Sonntagnachmittag ausgeruht ins Spiel gehen konnten. Dabei vertraute Trainer Johan Isacsson seiner Stammformation, er nahm lediglich eine taktische Umstellung vor, indem er die beiden Außenangreifer-Positionen tauschte.

Diese Maßnahme sollte prompt von Erfolg gekrönt sein: Kapitän Gerrard Lipscombe machte dieses Mal den ersten Aufschlag, kurz darauf sorgte Iurgen Hummes Specht mit einem Block für den ersten Punkt. Genauso erzielte er das 4:4. Damit hatte der Gast schon mehr Punkte dieser Art auf dem Konto als im gesamten Spiel gegen die AlpenVolleys am Sonntag zuvor. Am Ende waren es für die Bergischen acht Blockpunkte. "Es war insgesamt besser als letzte Woche", sagte Isacsson zum Auftritt seines Teams. "Vor allem die Annahme. Wir haben aber zu viele Fehler im Angriff gemacht."

Auch beim Spiel über die Mitte haperte es gewaltig. Die Mittelblocker Mart van Werkhoven, Rutger Zoodsma und Andrew Benz waren im Angriff nahezu arbeitslos. Dennoch gestaltete sich der erste Satz bis zum 13:13 ausgeglichen, dann aber hatte es den Anschein, als habe jemand bei den Volleys den Stecker gezogen. Schnell hieß es 15:22, kurz darauf 17:25. Wobei die Netzhoppers ihrem Gegner sogar viele Punkte schenkten, zum Beispiel machten sie am Ende mehr Aufschlagfehler als ihre Gäste und "gewannen" diese Kategorie mit 16:11.

Unter anderem van Werkhoven per Block sowie Hummes Specht und Sam Boehm über Außen sorgten im zweiten Durchgang für eine 6:4-Führung. Mitte des Satzes hieß es zwar 13:15, doch dieses Mal ging es ausgeglichen weiter. Aber auch aus einer 21:20-Führung konnten die Volleys kein Kapital schlagen, prompt stand es 22:24 und 23:25. In Satz drei ein ähnliches Bild: 10:10 hieß es, dann zogen die Netzhoppers auf drei, vier Punkte davon. Doch die Gäste kamen auf 21:22 ran. Letztendlich aber ohne Happy End.

"Jetzt sind wir der Favorit und wollen Selbstbewusstsein tanken", sagte Gies über das nächste Spiel. Am kommenden Wochenende haben die Volleys in der Liga zwar spielfrei, dafür sind sie aber bereits am Mittwoch wieder gefordert: Um 19.30 Uhr wird in Kiel das Pokal-Achtelfinale gegen den Drittligisten KMTV Eagles angepfiffen. Der bergische Erstligist möchte unbedingt erstmals das Pokal-Viertelfinale erreichen, das bereits am Samstag, 25. November, ausgetragen wird.

(RP)
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