Solingen: Viel Geld für die Schulen

Solingen : Viel Geld für die Schulen

Der Entwicklungsplan für die Grundschulen für die nächsten zehn Jahre liegt vor. Die Schulpolitiker entscheiden in der nächsten Woche über die große Elternbefragung zur Errichtung von Gesamt- und Sekundarschulen.

Der Umbau der Schullandschaft greift; und dies nicht nur bei den weiterführenden Schulen, sondern auch bei den Grundschulen. "Wir haben große Dinge vor", hatte Schullausschuss-Vorsitzender Markus Preuß (SPD) bereits im Vorfeld der nächsten Schulausschuss-Sitzung am Dienstag nächster Woche, 11. September, von bildungspolitischen Weichenstellungen gesprochen. Auf der Tagesordnung der Sitzung steht jedenfalls die Entscheidung über die große Befragung von Grundschuleltern.

Investitionen Am Rosenkamp

Dies ist Voraussetzung, um im kommenden Schuljahr die neue Sekundarschule beziehungsweise eine vierte Gesamtschule gründen zu können. Konkret wird in dem Entwurf des Fragebogens, den alle Eltern von Kindern aus den Klassen 2, 3 und 4 ausfüllen sollen, nach Gesamt- oder Sekundarschule als Schulformen des längeren gemeinsamen Lernens gefragt.

Fahrplan ist, vor der Befragung, die noch im Oktober stattfinden soll, an allen Grundschulen Info-Veranstaltungen durchzuführen. Das Befragungsergebnis dürfte für den Schulausschuss-Vorsitzenden Preuß freilich zum politischen Handlungsauftrag werden: "Der Elternwille zählt." Millionen müssen unterdessen in Unterrichtsgebäude der Klassen 1 bis 4 investiert werden. Das geht aus dem neuen Schulentwicklungsplan der Grundschulen für die nächsten zehn Jahre hervor, über den die Schulpolitiker in der nächsten Woche ebenfalls beraten.

Drei Schulen im Etat

Konkret angedacht und im Entwurf das städtischen Haushaltsplanes bereits mit Kostenschätzungen berücksichtigt sind Erweiterungen an insgesamt drei Solinger Grundschulen: 670 000 Euro müssten an der Erholungstraße investiert werden, weitere 760 000 Euro beziehungsweise 350 000 Euro in Erweiterungsbauten an der Gottlieb-Heinrich-Straße sowie an der Yorckstraße.

Investiert werden soll laut neuem Grundschul-Entwicklungsplan auch Am Rosenkamp. Damit sind hier Rotstift-Überlegungen, die Anfang des Jahres auf den Tisch gekommen und gegen die Eltern auf die Barrikaden gegangen sind, vom Tisch. Tenor: Die Verringerung von zwei auf einen Klassen-Zug sei nicht realistisch – auch in Bezug zu den anderen Walder Grundschulen. Derzeit fehlen am Rosenkamp zwei Räume für die offenen Ganztagsgruppen. Jedenfalls soll nun im Abstimmung mit der Schule eine Vorplanung für den Neubau von zwei Räumen erstellt werden.

Problem bleibt aber der alte Pavillon. Die Verwaltung empfiehlt, durch eine Ertüchtigung und kleine Verschönerungsarbeiten die Nutzungsdauer des Pavillons zu verlängern. Denn die Finanzlage der Stadt lässt einen kurz- bis mittelfristigen Neubau aller sechs Räume nicht zu.

Zu wenig Platz für den offenen Ganztag hat ebenso die Grundschule Schützenstraße. Deshalb ist der Neubau von zwei Räumen zu prüfen. Als zusätzliche Option spricht der Schulentwicklungsplan aber auch von einem Umzug in die benachbarte Hauptschule Krahenhöhe, die in einigen Jahren geschlossen werden soll. Überlegenswert wäre dann zudem, dort zusammen mit dem Meigener Kindern einschließlich der Montessori-Grundschüler des Gebäude Kirschbaumshöhe eine neue, gemeinsame Grundschule zu gründen.

Schulausschuss 11. September, 17 Uhr, Verwaltungsgebäudes Bonner Straße.

(RP)