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Solingen: Verwirrspiel um Müngstener Brücke

Solingen : Verwirrspiel um Müngstener Brücke

Die Frage der Standsicherheit der Müngstener Brücke entwickelt sich zum Verwirrspiel. Entgegen der Ankündigung der Bahn (wir berichteten) sind die beim Eisenbahnbundesamt eingereichten Untersuchungen noch nicht vollständig.

Damit ist auch weiter unklar, wann die seit November für den "Müngstener" gesperrte Brücke wieder freigegeben werden kann. Wegen der Fülle der statischen Berechnungen ist mit einer baldigen Öffnung wohl nicht zu rechnen.

"Bei uns sind am Dienstagabend Unterlagen zur Müngstener Brücke eingegangen", berichtet Heike Schmidt, Sprecherin des Eisenbahnbundesamtes, unserer Zeitung. Diese würde nun von der Aufsichtsbehörde der Bahn bewertet. Sie macht allerdings deutlich, dass noch weitere Unterlagen fehlen.

Bahnsprecher Gerd Felser kündigt unterdessen an, dass die gewünschten zusätzlichen Berechnungen bereits heute beim Eisenbahnbundesamt nachgereicht werden. Dabei handelt es sich nach seinen Worten um fünf Aktenordner. Sie seien als Anlage des Prüfberichtes zu verstehen und hätten diesem zunächst nicht beigelegen. Die Ergebnisse dieser statischen Berechnungen seien aber sehr wohl in dem vom Gutachter fertiggestellten Prüfbericht mit eingeflossen.

"Wir wollen wieder über die Brücke fahren", wünscht sich Bahnsprecher Felser eine möglichst rasche Entscheidung. Druck wolle die Bahn auf das Eisenbahnbundesamt aber nicht ausüben. "Wenn die Brücke wieder freigegeben wird, brauchen wir noch sieben Tage, um den Zugverkehr mit dem ,Müngstener' wieder aufnehmen zu können", erklärt er erneut.

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Es ist allerdings zu erwarten, dass der vom Gutachter erarbeitete Bericht zur Standsicherheit, der mehrere Meter Akten umfasst, vom Eisenbahnbundesamt selbst noch einmal detailliert geprüft wird. Vorerst werden Bahnpendler also weiter zwischen den Bahnhöfen Solingen-Mitte und Güldenwerth umständlich mit Bussen befördert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Müngstener Brücke - eine Chronologie

(RP)