Solingen: Versuchter Totschlag: Messerstecher kommt vor Gericht

Solingen: Versuchter Totschlag: Messerstecher kommt vor Gericht

Der Fall hatte im zurückliegenden Oktober für Entsetzen gesorgt. An einem Sonntagabend war damals ein junger Mann zusammen mit einem Freund im Maltesergrund in Mitte von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und durch mehrere Messerstiche in die Brust lebensgefährlich verletzt worden.

Nur mithilfe einer Notoperation gelang es den Ärzten später, das Leben des Opfers zu retten, derweil der mutmaßliche Täter wenige Tage nach der brutalen Attacke gefasst werden konnte.

Inzwischen ist fast ein halbes Jahr seit der Tat vergangen, wobei die juristische Aufarbeitung des Messerangriffs nun bald beginnen wird. Ab Mittwoch, 11. April wird sich der inzwischen 18-jährige, mehrfach vorbestrafte Verdächtige aus Solingen vor dem Wuppertaler Landgericht wegen versuchten Totschlages zu verantworten haben. Dies hat ein Sprecher des Gerichts gestern auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt.

Dabei wird das Verfahren, das sich nach augenblicklichen Plänen bis in den Mai ziehen wird, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Der Grund: Der potenzielle Messerstecher war zum Zeitpunkt des Angriffs im Maltesergrund noch keine 18 Jahre alt und damit Jugendlicher.

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Nach der Tat hatte in der Klingenstadt eine Debatte über die Sicherheit an öffentlichen Plätzen eingesetzt. Denn gerade im Maltesergrund war es schon früher immer mal wieder zu teilweise schweren Straftaten gekommen. So gilt der kleine Park im Osten der Innenstadt für gemeinhin als ein Drogenumschlagplatz.

Deswegen patrouilliert nicht allein die Polizei regelmäßig rund um den Maltesergrund. Auch der städtische Ordnungsdienst wirft bei seinen Streifengängen durch die City ein verschärftes Auge auf die Grünanlage hinter dem Solinger Amtsgericht.

(magu/or)
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