Verkehrssituation am Höhscheider Weg in Solingen hat sich normalisiert

Höhscheider Weg : Verkehrssituation hat sich normalisiert

Eine Woche nach der Sperrung des Höhscheider Wegs von der Bundesstraße 229 aus hat sich die Verkehrssituation in Richtung Aufderhöhe deutlich entspannt. Viele Autofahrer/Pendler haben Ausweichrouten gefunden.

Viel Geduld war in den vergangenen Tagen von Autofahrern gefragt. Denn nachdem der Höhscheider Weg zur Einbahnstraße ausgewiesen worden war und nur noch bergab befahrbar ist, stauten sich die Fahrzeuge von der früheren Gaststätte Öhm bis hoch nach Aufderhöhe. Auch der weitere Weg zur Autobahn 3 gestaltete sich für Pendler mühsam: Von Höhscheid kommend, dauerte eine Fahrt bis zur Autobahn am Donnerstagmorgen vergangener Woche knapp eine Stunde.

Es geht auch schneller. Eine Woche nach der Einrichtung der Baustelle auf dem Höhscheider Weg machten wir uns auf zur Testfahrt – von der Lerchenstraße, über die Platzhofstraße, zum Öhm, vorbei am Bergischen Hof und bis nach Landwehr zu den A 3-Auffahrten nach Oberhausen beziehungsweise Köln.

Der Testfahrer war am Donnerstag angenehm überrascht: Für diese Strecke benötigte er lediglich 15 Minuten, nachdem er gegen 8 Uhr losgefahren war. „Erfahrungsgemäß entspannt sich die Verkehrssituation nach ein paar Tagen der Eingewöhnung“, sagt die städtische Pressesprecherin Sabine Rische. Sie sollte mir ihrer Einschätzung Recht behalten.

Morgenpost-Leser fragten gleichwohl, warum die Einbahnregelung nicht umgekehrt eingerichtet worden ist. Das, so Leser, hätte den Vorteil gehabt, dass Autofahrer aus Richtung Ohligs mehrere Ausweichmöglichkeiten gehabt hätten, um nach Höhscheid oder in die Innenstadt zu kommen. Unter anderem über die Löhdorfer Straße oder die Viehbachtalstraße sowie Merscheider Straße/Beethovenstraße. Doch Fachleute der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei kamen zu einem gänzlich anderen Ergebnis: „Im Hinblick auf die zu erwartenden Verkehrsstörungen“ sei die jetzt gewählte Variante, den Höhscheider Weg von der Bundesstraße 229 aus zu sperren, „die deutlich günstigere Variante“.

Denn anderenfalls, so die Experten, würde sich der Verkehr vom Knoten Aufderhöher Straße/Löhdorfer Straße auf der Löhdorfer Straße bis in die Kreuzung Löhdorfer Straße/Höhscheider Straße und auf der Friedenstraße bis zur Kreuzung Friedenstraße/Höhscheider Straße zurückstauen. „Aufderhöhe wäre damit zu den Berufsverkehrszeiten praktisch nicht mehr passierbar“, erklärt die städtische Pressestelle auf Anfrage.

Andere Morgenpost-Leser fragten sich überdies, warum die Bauarbeiten so lange dauern. Vorgesehen ist nämlich, dass der Höhscheider Weg bis Mitte des nächsten Jahres nur bergab befahrbar ist – obwohl bereits im vergangenen Jahr unter laufendem Verkehr an dieser Straße Gas- und Wasserleitungen erneuert worden sind. „Jetzt muss für Strom- und Glasfaserkabel tief gegraben werden“, erklärt die Stadtverwaltung.

Das ist aber nur ein Teil der anstehenden Bauarbeiten. Überdies werden in den nächsten Wochen und Monaten auf einem Teilabschnitt ein neuer Gehweg und Längsparkstreifen angelegt. Dazu müssen auch Bordsteine eingebaut werden. Ausgetauscht wird auch die Ampelanlage. „Insgesamt ist der Umfang der Arbeiten deutlich größer als bei einer ausschließlichen Sanierung der Straßendecke. Vergleichbar sind etwa die Arbeiten auf der Hildener Straße“, sagt Pressesprecherin Sabine Rische.

Autofahrer beziehungsweise Pendler müssen bis voraussichtlich Mitte 2020 die jetzt neu gefundenen Wege nutzen. Die im Gewerbegebiet Höhscheider Weg angesiedelten Unternehmen sind aufgrund der Einbahnregelung jederzeit für den Pkw- und den Lkw-Verkehr erreichbar.