Sanierungsarbeiten Fast zwei Monate Sperrungen an Solinger A 3-Anschluss

Solingen · Auf die Autofahrer in der Region warten einmal mehr harte Zeiten. Von übernächster Woche an ist die Anschlussstelle Solingen an der A 3 knapp zwei Monate nur eingeschränkt nutzbar. Und das ist der Anfang. Denn bis 2025 warten noch weitere Behinderungen.

 Da die Bebauung an der A 3-Anschlussstelle bis direkt an die Autobahn reicht, ist die anstehende Sanierung besonders kompliziert.

Da die Bebauung an der A 3-Anschlussstelle bis direkt an die Autobahn reicht, ist die anstehende Sanierung besonders kompliziert.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Der sprichwörtliche Tag X rückt unerbittlich näher. Denn nachdem die zuständige Autobahn GmbH des Bundes bereits im vergangenen Jahr mitgeteilt hat, dass bei den vorgesehenen Sanierungsarbeiten an der Anschlussstelle Solingen zur Autobahn 3 längere Sperrungen wohl unvermeidlich sein würden, ist mittlerweile klar, ab wann genau sich die Verkehrsteilnehmer rund um die Zu- und Abfahrten an der Hardt zum ersten Mal auf noch mehr Ärger als sonst einstellen müssen.

Dabei steht in den nächsten Monaten speziell all jenen Autofahrern eine Geduldsprobe bevor, die regelmäßig die Anschlussstelle in Fahrtrichtung Süden, also nach Köln beziehungsweise in Richtung Frankfurt nutzen. Denn schon in knapp zwei Wochen, ab Montag, 22. April, wird es nicht mehr möglich sein, die Auffahrt zu befahren. So gab die Autobahn GmbH des Bundes, Zweigstelle Köln, am Montag bekannt, dass die Auffahrt in Fahrtrichtung Frankfurt bis einschließlich Freitag, 14. Mai, also für fast zwei Monate, vollständig für den Verkehr geschlossen werden muss.

Dies bedeutet, dass der gesamte Verkehr aus Solingen in Richtung Süden, also auch nach Köln oder Leverkusen, während des besagten Zeitraums nicht mehr auf den gewohnten Strecken fließen kann. Vielmehr wird die Autobahn GmbH des Bundes – wie bereits bei früheren Sperrungen – erneut weiträumige Umleitungen einrichten, über welche die Verkehrsteilnehmer zur Auffahrt Immigrath an der A 542 in Langenfeld geleitet werden. Von dort aus geht es dann über das Autobahndreieck Langenfeld zurück auf die A 3 und damit in Richtung Süden.

Dabei ist die gesperrte Zufahrt an der A 3 aber nicht die einzige Unannehmlichkeit, die in den kommenden Wochen und Monaten auf die Autofahrer wartet. Denn in der Zeit vom 22. April bis einschließlich Freitag, 10. Mai, ist zudem auch noch die Abfahrt Solingen aus Fahrtrichtung Oberhausen dicht. Und daran schließt sich von Freitag, 10. Mai, bis Freitag, 14. Juni, nur ein paar Kilometer weiter südlich zum Ende dieser ersten Sperrungsphase praktisch nahtlos die nächste Sperrung an – dieses Mal eine Schließung der Verbindung im Dreieck Langenfeld von der A 3 auf die A 542.

Insgesamt ist vorgesehen, während der Umbauphase an der Anschlussstelle Solingen, die bis Anfang 2025 abgeschlossen sein soll. drei längere Sperrungsphasen einzulegen. So wird es zu einem späteren Zeitpunkt der Sanierungsarbeiten ebenfalls über Wochen hinweg nicht möglich sein, die Auf- und Abfahrt in Fahrtrichtung Oberhausen zu nutzen. Für diese Sperrung sind noch einmal 21 Wochen eingeplant, einer genauer Termin steht indes erst in einigen Monaten fest.

Dabei hatte ein Sprecher der Autobahn GmbH schon im vergangenen Jahr bei Bekanntwerden der konkreten Umbaupläne angekündigt, die Probleme für die Autofahrer so gering wie möglich zu halten. Unter anderem ist es das Ziel der Planer, die Sperrungen tunlichst in solche Phasen zu legen, in denen das Verkehrsaufkommen erfahrungsgemäß eher gering ist.

 Die A 3 bei Solingen gehört zu den meistbefahrenen Autobahnen in ganz Deutschland.

Die A 3 bei Solingen gehört zu den meistbefahrenen Autobahnen in ganz Deutschland.

Foto: Peter Meuter

Mit der jetzt anstehenden Erneuerung der Anschlussstelle Solingen wird die über mehrere Jahre laufende grundhafte Sanierung der A 3 zwischen der Anschlussstelle Leverkusen-Opladen und dem Autobahnkreuz Hilden abgeschlossen. Die Sanierung war notwendig geworden, nachdem die letzten größeren Instandsetzungsmaßnahmen an dem viel befahrenen Abschnitt Anfang der 1990er Jahre durchgeführt worden waren.

Ein Ende der Großbaustelle A 3 ist damit aber noch lange nicht in Sicht. Vielmehr soll die Autobahn ab dem Jahr 2030 auf acht Spuren verbreitert werden, um den prognostizierten Anstieg des Verkehrsaufkommens auch in Zukunft bewältigen zu können. Das Verbreiterungsprojekt ist in der Region allerdings heftig umstritten.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort