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Verkaufsoffener Sonntag in Solingen: Stimmung an Bierbuden, Ebbe in Läden

Verkaufsoffener Sonntag in der Solinger Innenstadt : Stimmung an Bierbuden – Ebbe in Läden

Mit internationalen Biersorten und Musik lockte die 2. Solinger Bierbörse am Wochenende Freunde des Gerstensafts an – am Sonntagnachmittag flankiert durch den ersten verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt seit zwei Jahren.

Bayern, Südhessen, Polen, Kroatien, Portugal, Spanien – so vielfältig waren die Herkunftsorte des Gerstensafts, der am Wochenende an Fronhof und Alter Markt reichlich durch die Zapfhähne rann. Und das wussten die Gäste der 2. Solinger Bierbörse ganz offensichtlich zu schätzen: „Macht Spaß hier“, fasste Klaus Hartmann mit Blick auf den belebten Alter Markt zusammen. „Hier kann man auch mal weniger bekannte Sorten ausprobieren“, ergänzte Ehefrau Conny. Unweit des Klingenschmied-Denkmals hatten sich die Beiden gestern Nachmittag an einem Biertisch niedergelassen – und genossen bei strahlendem Sonnenschein ein Gläschen.

Nebenan erfüllte „Bruder Michael“ stilecht in Mönchskutte gehüllt am Stand des „Bierabt“ die Wünsche der Gäste. Der Getränkefachhandel hat sich der bunten Welt belgischer Bierspezialitäten verschrieben. Und die kamen offensichtlich auch bei den Besuchern aus der Klingenstadt und Umgebung an. „Unser Fruchtbier ist beliebt“, verriet Michaels Mitstreiterin Monique. Als Renner entpuppte sich vor allem am kühlen Samstagabend aber auch das mit vor-weihnachtlichen Gewürzen angereicherte „Glühbier“.

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Mit dem Fassanstich von Bürgermeister Carsten Voigt war die Bierbörse am Freitag gestartet. Rund 20 Getränke- und Imbissbuden umringten die Bierbänke im Umfeld der evangelischen Stadtkirche. Auswählen konnten die Besucher dabei zwischen rund 150 verschiedenen Biersorten, aber auch Cocktails. Und wie es sich für ein launiges Fest gehört, begleitete schmissige Musik die Gäste – zum Beispiel von der Coverrock-Gruppe „Lost Crown Caps“ oder dem „Rockchor 60+“.

„Die Stimmung am Samstagabend war sehr gut und vor allem absolut entspannt“, erzählte Conny Hartmann. Das freute auch Organisator Werner Nolden: „Alle Händler sind zufrieden, das Publikum war sehr angenehm – und auch Zwischenfälle gab es keine“, bilanzierte er gestern. Von einem „tollen Zuspruch“ sprach auch Musik-Planer Michael Jaspert vom Vorstand des Werbe- und Interessenrings Innenstadt (W.I.R.).

Weniger zufrieden war man beim Zusammenschluss der Händler hingegen mit dem Verlauf des ersten verkaufsoffenen Sonntags in der Innenstadt seit Beginn der Corona-Krise. Waren die Geschäfte in der Vergangenheit zum Brückenfest geöffnet gewesen, war diesmal die Entscheidung gefallen, die Kunden aus Anlass der Bierbörse in Empfang zu nehmen.

Allerdings zogen erneut nicht alle Händler mit: Insbesondere die – wenigen – Passanten der Hauptstraße kamen an einigen geschlossenen Läden vorbei. Doch auch die geöffneten Geschäfte am Alter Markt und im Hofgarten mussten sich mit übersichtlichen Kundenzahlen begnügen. „Es kommt nicht richtig in Fahrt“, stellte W.I.R.-Vorsitzende Detlef Ammann vom Fachgeschäft Mode Partner fest.

Zu negativ wollte er die Zurückhaltung der Kunden aber nicht bewerten: „Am Samstag hatten wir gute Geschäfte.“ Zudem seien Verkaufs-Sonntage letztlich auch Werbung für die City. Ein Beispiel schob Ammann hinterher: „Heute kam ein Haaner zu mir, der zum ersten Mal hier war. Vielleicht habe ich einen neuen Kunden.“

Am dritten Advent soll es den nächsten verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt geben. Und auch Veranstaltungs-Fachmann Werner Nolden kündigte an: „Die Bierbörse wird im nächsten Jahr wiederkommen – und zwar mir mehr Ständen.“ Wann genau – ob im Frühjahr oder Herbst – steht noch nicht fest.