Solingen: Vandalismus verzögert Kita-Öffnung

Solingen: Vandalismus verzögert Kita-Öffnung

Die Übergabe des Betriebskindergarten am Rathaus sollte Ende dieses Jahres sein, nun verschiebt sich die Inbetriebnahme auf Mitte Februar im neuen Jahr. Als Grund werden massive Vandalismusschäden genannt.

Erst Mitte Februar im neuen Jahr und nicht wie ursprünglich geplant zum Ende dieses Jahres wird die neue Kindertagesstätte am Rathaus eröffnet. Gründe sind "massive Vandalismusschäden", die sich bereits in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober ereigneten. "Das hat das Bauvorhaben einige Wochen zurückgeworfen", sagte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Bautüren waren im Oktober gerade erst eingebaut worden, als die Täter zuschlugen: Kabel wurden aus der Wand gerissen, Wasserrohre gebrochen und Wände mit übelsten Beschimpfungen beschmiert. Als Folge dieser schon großen Schäden hat es obendrein später noch einen erheblichen Wasserschaden gegeben, sagte die Stadtsprecherin. Der Bauträger habe Anzeige erstattet - von den Tätern gebe es bislang aber keine Spur. "Es wurde eingebrochen, und es gab Sachbeschädigungen", bestätigte Polizeisprecherin Anja Meis.

Ein Mitarbeiter der Baufirma habe am 9. Oktober - sofort am Morgen nach dem Einbruch - die Polizei verständigt und Anzeige erstattet. "Bereits verbaute Kupferrohre in einer Länge von rund 80 Metern wurden gestohlen. Überdies ein Kühlschrank und eine Mikrowelle", sagte Meis, die zudem von aufgebrochenen Türen und Schlössern berichtet. Konkrete Täterhinweise gebe es allerdings nicht, die Anzeige sei schließlich an die Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Rund 2,8 Millionen Euro Gesamtkosten sind für die zwei- beziehungsweise dreigeschossige Kindertagesstätte veranschlagt worden, die nicht nur Kindern von Verwaltungsmitarbeitern vorbehalten ist. Eine Vorgruppe mit 20 Kindern ist bereits seit dem 1. Februar angemeldet und derzeit noch in Räumen eines ehemaligen Kindergartens an der Margaretenstraße untergebracht. Zum neuen Kindergarten-Jahr am 1. September wurde eine zweite Gruppe mit weiteren 20 Kindern gegründet.

Insgesamt werden in dem Neubau - Nachhaltigkeit und Immissionsschutz wurden beim Neubau berücksichtigt, die Heizungsanlage sei wie das Rathaus selbst ans Fernwärmenetz angeschlossen - vier Gruppen mit zusammen 80 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren Platz haben.

Besonderheiten des neuen städtischen Kindergartens am Rathaus sind die Öffnungszeiten von morgens 6 Uhr bis abends 18 Uhr. Außerdem soll in der offenen Betriebs-Kita die sogenannte Großtagespflege für Kinder im Alter von vier Monaten bis zu zwei Jahren angeboten werden.

Durch den Neubau, der nun erst Mitte Februar bezogen werden kann, sind 60 Mitarbeiter-Parkplätze am Rathaus weggefallen. Ersatzparkplätze für die Rathaus-Beschäftigten wurden auf dem nahe gelegenen Theater-Parkplatz bereitgestellt.

Anfang Mai dieses Jahres hatten die Bauarbeiten mit dem Ausheben der Baugrube begonnen. Ende September war der Rohbau größtenteils fertiggestellt - und der Bau soweit fortgeschritten, dass die neue Kindertagesstätte zum Jahresende übergeben werden sollte.

Daraus wird nun nichts. "Die Eltern der angemeldeten Kinder sind bereits über die Verzögerungen informiert worden. Wo die nun verschobene Öffnung Schwierigkeiten bereitet, werden Übergangslösungen gefunden", sagt die Rathaus-Sprecherin. Als letztes Gewerk werden jetzt die Küche eingebaut und Möbel aufgestellt.

(uwv)