Weihnachtsmarkt in Aufderhöhe Bethanien: Schöne Stimmung trotz Nässe

Aufderhöhe · Insgesamt 52 Aussteller drinnen und draußen lockten am Wochenende viele Besucher beim Aufderhöher Weihnachtsmarkt an. Die Gäste ließen sich vom nasskalten Wetter in Bethanien nicht abschrecken.

Der Regen prasselt vom Himmel, der Sturm fegt durch die Stände und lässt schon mal einen Stern herunterpurzeln. Dennoch ist die Stimmung gut und die Atmosphäre gemütlich auf dem Aufderhöher Weihnachtsmarkt, der seine Stände wieder auf dem Bethanien-Gelände aufgebaut hat. Insgesamt 52 Aussteller drinnen und draußen lockten viele Besucher an, die sich vom nasskalten Wetter nicht abschrecken ließen. „Schon am Samstag war es hier brechend voll“, sagte Mathis Schneider vom Organisationsteam.

Das freut natürlich nicht nur die Veranstalter, die ja mit den Standgebühren zwei gemeinnützige Vereine unterstützen – in diesem Jahr ist es der Felix Kids Club in der Solinger Innenstadt und „Inisini“ vom Bund freier evangelischer Gemeinden, die zwei Schulen in Mali bauen – sondern auch die Standbetreiber, wie den Verein Vizazi International, der Kunsthandwerk aus Afrika anbietet. „Wir haben alles aus Kenia, zumeist aus Nairobi“, erzählte Angelina Scholl, „und wir gehen da auch oft selbst einkaufen.“

Vizazi ist seit Anbeginn auf dem Aufderhöher Weihnachtsmarkt vertreten. Wie das kam erzählt Ulla Rappen, Pflegedienstleiterin von Bethanien: „Vor zwanzig Jahren haben wir als kleines Hausfest eine Art Weihnachtsmarkt für die Bewohner gespielt.“ Zwei Stände wurden dazu aufgebaut. „Dann haben wir uns das Gelände angesehen und gedacht, das ist doch ideal für einen richtigen Weihnachtsmarkt.“

Wie gedacht, so gemacht. Seitdem organisieren die Mitarbeiter von Bethanien und die Freie evangelische Gemeinde ehrenamtlich diesen Weihnachtsmarkt, der rundum einem gemeinnützigen Zweck dient. Inzwischen ist er längst zum Stadtteilmarkt geworden. Hier wird noch außergewöhnliches Kunstwerk angeboten wie Schmuck, Keramiken, warme Stricksachen oder das robuste Holzspielzeug der Jugendhilfewerkstatt. Aber auch Brände aus alten Obstsorten und frisch gebackenes Brot versuchen zu verführen.

Andrea Gildemeister hat ihre „Erste Hilfe Hunde“ mitgebracht, kleine weiche Stoffhunde mit Bio-Dinkel-Füllung. „Wenn Kinder Bauchweh haben, kann man die Hunde in der Mikrowelle warm machen und den Kindern auf den Bauch legen“, erklärt Gildemeister. Am Stand von PHoS gibt es Kerzen, passend zur Adventszeit, und bei „Kinder von Tschernobyl“ leckere Marmeladen und selbstgebackenes Weihnachtsgebäck.

Das Jugendrotkreuz aus Solingen stellt ebenfalls in Aufderhöhe seine Arbeit vor. „Wir haben zwei Gruppen“, erzählt Pauline Aubry, „eine für Jugendliche von 10 bis 14 Jahren und eine für Jugendliche von 15 bis 26 Jahren.“ Neben Erste-Hilfe-Kursen beschäftigt sich die zweite Gruppe auch mit sozialen Themen. „Wie Menschlichkeit“, sagt Pauline, „wie kann man Menschlichkeit umsetzen“. Die erste Gruppe macht Bastelnachmittage und hat zu Weihnachten überdies Plätzchen gebacken.

Auf dem Weihnachtsmarkt lässt es das Jugendrotkreuz krachen – mit der Popcornmaschine. Sie wollen um neue Mitglieder werben. „Jugendarbeit ist uns sehr wichtig“, betont Pauline, „aber die Ehrenamtlichen sollen Spaß an der Arbeit haben.“ Bei allem kam auch die Gemütlichkeit nicht zu kurz – heißer Glühwein zur Musik der Big Band des Humboldtgymnasiums.

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