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Trotz Corona: Solinger Bäder starten Vorbereitungen

Trotz Coronakrise : Solinger Bäder beginnen mit der Vorbereitung

Ob die Freibäder 2020 öffnen, steht in den Sternen. Die Verantwortlichen im Heidebad und im Ittertal hoffen auf ein gutes Ende und machen die Bäder fit. Die alten Starttermine im Mai und Juni sind aber wohl nur noch Makulatur.

Die strahlende März-Sonne, die schon seit einigen Tagen über Solingen scheint, könnte bei den Betreibern der beiden Freibäder in der Klingenstadt durchaus erste Frühlingsgefühle auslösen. Doch dass es sich nicht so verhält, liegt keineswegs allein an den bisher eher kühlen Temperaturen. Denn während das Wetter in den kommenden Wochen mit Sicherheit besser werden wird, herrscht in Sachen Corona-Krise auch im städtischen Heidebad sowie im Freibad Ittertal des gleichnamigen Fördervereins vor allem eine Gefühlslage vor: tiefe Ratlosigkeit.

Der Grund: Im Augenblick vermag niemand zu prognostizieren, ob – und wenn ja, wann – in diesem Jahr an einen geregelten Badebetrieb zu denken sein wird. Was die Verantwortlichen im Umkehrschluss aber nicht davon abhält, weiter auf eine einigermaßen gute Entwicklung zu setzen. So sollen in Kürze sowohl in Ohligs, als auch in Wald die Vorbereitungen auf die neue Freibadsaison 2020 anlaufen.

Erste Hilfe benötigt das städtische Heidebad zwar nicht. Aber zu welchem Zeitpunkt wieder Badegäste nach Ohligs kommen können, ist ungewiss. Foto: Meuter, Peter (pm)

Den Anfang macht dabei das Heidebad, wo noch in dieser Woche mit den Vorbereitungen begonnen wird. „Heute oder morgen werden diese Arbeiten aufgenommen“, sagte jetzt Kirsten Olsen-Buchkremer auf Anfrage. Und parallel kündigte die Geschäftsführerin der Solinger Bädergesellschaft (SBG), an, dass gleich mehrere Mitarbeiter das idyllisch in der Ohligser Heide gelegene Freibad in den kommenden Wochen fit machen würden für den hoffentlich doch noch anstehenden Ansturm der Besucher.

Eigentlich war der Start in die Freibadsaison „rund um den 1. Juni“ vorgesehen. Inwieweit dieser Termin aber realistisch sei, müsse sich zeigen: „So oder so – wir wollen auf jeden Fall vorbereitet sein“, betonte Kirsten Olsen-Buchkremer, die neben dem Freibad in der Ohligser Heide auch die zwei Solinger Hallenbäder Klingenbad sowie Vogelsang unter ihren Fittichen hat.

In den Hallenbädern ist trotz der corona-bedingten momentanen Zwangspause ebenfalls nach wie vor viel zu tun. So erledigen die Beschäftigten der SBG im Klingenbad mit seinen beiden Schwimmbecken augenblicklich zum Beispiel notwendige Reparaturarbeiten. Darüber hinaus steht die Grundreinigung der Halle auf dem Programm. Und letztgenannte Aufgabe wartet auch im neuen, vor einem Jahr eröffneten Hallenbad Vogelsang.

„Wir haben drei Teams gebildet“, berichtete SBG-Geschäftsführerin Olsen-Buchkremer. Ein Team wurde dabei angesichts der Corona-Krise an den Stadtdienst Gesundheit abgestellt und hilft unter anderem bei der Erledigung von Telefonaten. „Sieben Mitarbeiter sind zurzeit dort“, hieß es aus der Bädergesellschaft. In Zeiten wie diesen müsse man Entscheidungen von Stunde zu Stunde treffen. Kirsten Olsen-Buchkremer: „Wir machen das Beste daraus.“

Das sieht man im Ittertal ähnlich. In dem Bad an der Stadtgrenze zu Haan werden demnächst ebenfalls die Vorbereitungen für die neue Saison starten. Indes ist Hartmut Lemmer, Vorsitzender des Fördervereins Ittertal, bis auf Weiteres zurückhaltend, was Prognosen für die nähere Zukunft angeht. „Wir müssen abwarten, ob eine Schwimmbad-Öffnung in diesem Jahr überhaupt möglich ist“, sagte Lemmer am Dienstag.

Ursprünglich war der 15. Mai als erster Badetag ins Auge gefasst worden. Ein Termin, der wohl kaum zu halten ist. Dementsprechend richten die Verantwortlichen ihr Hauptaugenmerk momentan auf aktuell anfallende Arbeiten. „Der Rasen muss schließlich auch gemäht werden, wenn keine Gäste kommen“, verdeutlichte Hartmut Lemmer.

Dafür sind jedoch weniger Leute als sonst nötig. So sind die Mitarbeiter der gemeinützigen Neue Arbeit Ittertal GmbH, die sich in Beschäftigsmaßnahmen befinden, schon in der vergangenen Woche abgezogen worden. Augenblicklich sind allein festangestellten Kräfte vor Ort. Allerdings drohen auch diesen Angestellten Veränderungen in Form von Kurzarbeit. Das gesamte Projekt Ittertal ist derweil nicht gefährdet. Wie lange die derzeitige Durststrecke durchhaltbar ist, weiß indes auch Förderverein-Chef Lemmer nicht mit Gewissheit zu sagen.