Solingen: Trasse wird ins Licht gerückt

Solingen: Trasse wird ins Licht gerückt

30 Lampen sollen für Licht auf der Korkenziehertrasse vom Gleisdreieck bis zur Carl-Ruß-Straße sorgen. Mit dem Bau der Fundamente wird diese Woche begonnen, sagt Projektleiter Artur Pach.

Die Korkenziehertrasse mit einer Länge von momentan rund 11,5 Kilometern vom Südpark bis nach Gräfrath soll nicht nur eine Anbindung an die Nordbahntrasse in Wuppertal erfahren, sondern bis nach Müngsten verlängert werden. Projektleiter Artur Pach vom Technischen Betrieb Straßen und Grün sieht den neuen Rad- und Wanderweg zum Teil auch schon beleuchtet.

Durch die Aktion Licht für die Trasse von Kim Armbrüster sind schon mehr als 60 000 Euro eingenommen worden. Wann werden die ersten Lampen aufgestellt?

Pach In dieser Woche wollen wir loslegen und vor Ort schon einmal die Fundamente bauen lassen. Ich gehe davon aus, dass wir nach vier Wochen sichtbare Ergebnisse sehen. Sind die Fundamente ausgehoben, können wir den Mast montieren, dann Kabel in die Leerrohre ziehen und anschließen und letztlich die Lampen montieren.

Wo werden die Lampen aufgestellt?

Pach Im Südpark stehen ja schon sieben Leuchten, die im Rahmen des Regionale-Projektes aufgestellt worden sind. Die neuen Lampen, insgesamt 30 an der Zahl, werden vom Gleisdreieck bis hin zur Carl-Ruß-Straße aufgebaut.

In welchem Abstand werden die gut 4200 Euro teuren Lampen aufgestellt?

Pach Wir gehen von einem Abstand von 60 bis 70 Metern aus. Das ist abhängig von den Auf- und Zugängen zur Korkenziehertrasse. Berücksichtigt werden auch vorhandene Plätze, die so ausgeleuchtet werden können.

Sind weitere Licht-Aktionen in diesem Jahr geplant?

Pach Es wird wieder einen Miss-Zöpfchen-Lauf geben, um weiter Geld für die Aktion Licht für die Trasse zu sammeln. Das wird im August sein. Das Programm dazu wird derzeit in einer Arbeitsgruppe besprochen. Voraussichtlich im April werden wir hierüber konkret berichten können. Der Aktienverkauf geht unvermindert weiter.

Die Korkenziehertrasse, so der Plan, soll an die Nordbahntrasse in Wuppertal angebunden werden. Wann erfolgt der Lückenschluss?

Pach Die Verbindung vom Roggenkamp in Gräfrath bis zur Nordbahntrasse, die etwa 17 Kilometer lang ist, ist Teil des gestellten Ziel-II-Förderantrages Bergisches Radwegenetz, der von der Bergischen Entwicklungsagentur gestellt worden ist. Ehrgeiziges Ziel ist es, diesen Lückenschluss 2010/2011 zu verwirklichen. Es wird allerdings nicht nur der Lückenschluss zur Nordbahntrasse angestrebt, sondern darüber hinaus zum Ruhrtalwanderweg. Eine Verbindung zum Rhein und auch zur Wupper, also zum Müngstener Brückenpark und bis nach Burg, ist ebenfalls Bestandteil des Förderantrages.

Unterstützt die Stadt dieses Projekt?

Pach Selbstverständlich, über die Höhe des städtischen Eigenanteils kann jetzt aber noch nichts gesagt werden. Wir müssen zunächst abwarten, ob der gestellte Förderantrag die nächste Runde erreicht. Wir erwarten im Mai dazu eine konkrete Aussage. Bekommen wir hier grünes Licht, dann können wir weiterplanen.

Wie verläuft die Strecke der Trasse nach Müngsten?

Pach Von der Brücke Dorper Straße an der Korkenziehertrasse bis zur Klingenstraße, hin zur Kreuzung Klingen-/Felderstraße Richtung Meigen. So verläuft der erste Teil der geplanten Verländerung. Weiter geht es über die alte Straßenbahnstrecke vom Halfeshof zur Grunenburg bis ins Tal der Wupper. Die Strecke ist rund drei bis dreieinhalb Kilometer lang. Für uns ist wichtig, über diese Verbindung einen Anschluss nicht nur zum Müngstener Brückenpark zu bekommen, sondern auch nach Burg.

Uwe Vetter führte das Gespräch mit Artur Pach.

(RP)