Tourismus in NRW: Weniger Touristen im Bergischen Städtedreieck

Tourismus in NRW: Alle zählen mehr Gäste - nur das Bergische Städtedreieck nicht

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Seit acht Jahren in Folge steigt in NRW die Zahl der Gäste und Übernachtungen. Das war auch im Jahr 2017 so. Nur nach Wuppertal, Solingen und Remscheid kamen weniger Gäste. Wieso?

Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 23,2 Millionen Gäste die knapp 5230 Hotels, Jugendherbergen und Campingplätze im Land. Im Landesdurchschnitt kamen 5,1 Prozent mehr Gäste im Vergleich zum Jahr davor. Das teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag mit.

Die aktuelle Landesstatistik Foto: Screenshot: it.NRW

Nur nach Wuppertal, Solingen und Remscheid, die in der Landesstatistik gemeinsam erhoben werden, kamen 0,7 Prozent weniger Gäste. Die Zahl der Übernachtungen sank im sogenannten Bergischen Städtedreieck sogar um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Müssen Hoteliers und Gastronomen sich Sorgen machen?

Anette Kolkau von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft macht sich noch keine Sorgen. Sie verweist auf die langfristige Entwicklung. 2009 waren es nur 298.398 Gäste, die ins Städtedreieck kamen, 2017 waren es 358.600. Aber warum kamen im vergangenen Jahr weniger Gäste als in Jahr davor?

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Als Hauptursache für diesen Effekt macht Martin Bang, Geschäftsführer von Wuppertalmarketing, die Bauarbeiten der Bahn auf der Strecke Düsseldorf-Wuppertal im vergangenen Jahr aus. "Unsere Stadt war acht Wochen lang nicht mit der Bahn zu erreichen. Wenn sich das nicht ausgewirkt hätte, dann wäre ich überrascht gewesen", sagt er. Während der Oster- und Sommerferien war die Strecke nach Wuppertal dicht, weil die Bahn an einem neuen Stellwerk arbeitete. Nur Busse fuhren als Ersatzverkehr.

Die Unternehmer im Städtedreieck sehen dem Trend mutig entgegen. Daria Stottrop von der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid berichtet gleich von drei Hotel-Neueröffnungen in Wuppertal. Am Wunderbau eröffnete 2017 ein neues B&B-Hotel, in Elberfeld startet 2018 Holiday-Express und am Platz am Kolk eröffnet im Herbst das Postboutique Hotel.

Der Manager des neuen Hotels in der Alten Post im Wuppertaler Zentrum, Jörg Marohn blickt optimistisch auf den Hotel-Standort Wuppertal. Er setzt auf Firmenkunden und sagt: "Wuppertal ist ein großer Industriestandort."

(woa)