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Tierheim Solingen: Diese Tiere suchen ein Zuhause

Tierheim Solingen : Alex, Bingo und Hagrid wollen umziehen

Mit großen Augen blickt Kater Alex in die Kamera und will wohl sagen: Wann nimmt mich jemand mit in mein neues Zuhause ? Darauf warten auch Mischling Bingo und Kaninchen Hagrid aus dem Tierheim Solingen.

Nach knapp drei Monaten hat Alex „so langsam genug vom Tierheim“, wie Tierpflegerin Sandra Lafin sagt. Er wünscht sich ein neues Zuhause. Ende April wurde er als Fundtier in Glüder abgegeben. Geschätzt ist er ungefähr sieben Jahre alt. „Alex ist lieb, verschmust und anhänglich“, sagt Lafin. „Und immer hungrig“, fügt sie lachend hinzu. Dann kann er auch schonmal laut miauen und keine Ruhe geben. Kinder sind für den Freigänger kein Problem, andere Katzen sollten aber ruhig und nicht zu quirlig sein. „Das mag er nicht.“

Während es im Katzenhaus des Solinger Tierheims auch in der Sommerhitze angenehm kühl ist, dürfen sich die Hunde in einigen Planschbecken erfrischen. „Bei der Hitze merkt man, dass viele mehr liegen und ihre Aktivität herunterfahren“, sagt Tierpflegerin Stefanie Grützemann. Das Tierheim hat den Vorteil, direkt an der Wupper und am Wald zu liegen. „Die Gassigeher gehen meist direkt runter an die Wupper zur Abkühlung und auch nur kurze Runden.“

Grützemann hat Bingo mit auf die Wiese gebracht. Der Podenko-Schäferhund-Mischling wurde vor drei Wochen abgegeben. Der Grund: „Er konnte nicht alleine bleiben und hat dann permanent gebellt“, wie Grützemann erklärt. Bingo ist zwei Jahre alt und zunächst etwas scheu, dann aber sehr aufgeschlossen. Er hat einen stolzen Gang und ist als Familienhund geeignet. Kinder sollten nur nicht zu klein sein. Mit Katzen und Hündinnen versteht er sich, mit Rüden weniger. „Für ihn sind eine Mischung aus Auslauf und den Kopf fordern gut. Fährtensuche könnte ich mir etwa auch vorstellen“, sagt Grützemann.

Kaninchen Hagrid will sich auch mit Salat und Paprika nicht wirklich auf die Decke locken lassen und hoppelt lieber durch die Gegend. Doch Auszubildende Ann-Kathrin Kruska setzt ihn geduldig immer wieder vors Grünzeug. Hagrid wurde vor etwa einem Monat in der Hebbelstraße gefunden und hat ob seiner Größe und der braunen Fellfarbe im Tierheim den Namen des Halbriesen aus Harry Potter bekommen. Er wurde jüngst geimpft, kommt aber erst nach der Hitzewelle ins Außengehege. „Er ist ein Netter, und ihm wird so langsam etwas langweilig“, sagt Kruska. Hagrids Alter wird auf drei bis vier Jahre geschätzt. In seinem neuen Zuhause sollte es mindestens vier Quadratmeter Platz geben – und am besen eine Partnerin an seiner Seite.